Montag, 21. Juli 2008
"Beabsichtigte" Explosionen: Mehrere Tote in China
Bei offenbar vorsätzlich herbeigeführten Explosionen in Linienbussen der südwestchinesischen Stadt Kunming sind mehrere Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt worden. Die örtliche Polizei bestätigte die Detonationen in zwei verschiedenen Bussen, bei denen kurz hintereinander zwei Menschen getötet worden seien. Es habe sich um "beabsichtigte" Explosionen gehandelt. Die in der Hauptstadt der Provinz Yunnan erscheinende Zeitung "Shenghuo Xinbao" berichtete auf ihrer Website von drei Toten und drei Explosionen.
Der Zeitung zufolge wurden die Explosionen womöglich durch Bomben mit Zeitzünder ausgelöst. Ob es sich um Terroranschläge oder zum Beispiel persönliche Racheakte gehandelt hat, blieb offen. Weniger als drei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking hatten die chinesischen Behörden zuvor landesweit die Sicherheitsvorkehrungen wegen möglicher Terroranschläge verschärft.
Die Polizei sprach von 13 Verletzten und einem schwer Verletzten. Bei den Todesopfern handelt es sich laut amtlicher Nachrichtenagentur Xinhua um einen 26-jährigen Mann und eine 30-jährige Frau aus Yunnan. Nach dem Bericht der "Shenghuo Xinbao" starben zwei Opfer am Tatort, ein drittes Opfer erlag auf dem Weg ins Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Zeitung zählte auch vier zusätzliche Verletzte in einem dritten Bus.
Die erste Explosion ereignete sich am Morgen gegen 7.10 Uhr an einer Bushaltestelle, die zweite Explosion fast eine Stunde später an einer nahe gelegenen Kreuzung. Beide Busse fuhren auf der Linie 54. Der dritte von der Zeitung genannte Bus fuhr auf der Linie K2 der Provinzhauptstadt. Augenzeugen berichteten, die Vorderfront eines der Busse sei zerstört worden. "Zuerst dachte ich, es sei ein Erdbeben. Aber kurz darauf schaute ich aus dem Bürofenster und sah, dass die linke Seite eines Busses zerfetzt war", sagte eine Augenzeugin.
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