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Bei jeder Mahlzeit läuft der Zähler.
Bei jeder Mahlzeit läuft der Zähler.(Foto: dpa)

Umfrage zu steigenden Stromkosten: Mehrheit will Hilfe für Arme

Durch die steigende Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien werden auch die Strompreise einen Sprung nach oben machen. Die Belastungen, die vor allem Menschen mit kleinen Einkommen dadurch entstehen, sollte der Staat auffangen - dies meinen zumindest die meisten Befragten einer Forsa-Umfrage.

Sozial Schwachen soll der Staat dabei helfen, die immer höheren Strompreise zu schultern. 58 Prozent der Befragten in der aktuellen für RTL und den "Stern" sind dafür, dass der Staat einspringen müsse, um die Folgen höherer Strompreise durch die steigende Umlage zur Förderung von Wind- und Solarenergie für Haushalte mit geringen Einkommen abzumildern. Dafür käme etwa eine Anhebung des Hartz-IV-Satzes in Betracht.

Für eine Anhebung der Sozialleistungen sprechen sich überdurchschnittlich häufig die 45- bis 59-Jährigen sowie vor allem die Anhänger der Grünen und der Linkspartei aus. Die auf den Preis aufgeschlagene Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien steigt 2012 um 47 Prozent auf exakt 5,277 Cent je Kilowattstunde.

64 Prozent der Befragten befürworten die Forderung, die Steuern, etwa die Mehrwertsteuer auf Strom, zu senken, um die Haushalte bei den Stromkosten zu entlasten. 31 Prozent lehnen diese Forderung ab. Auf Ablehnung stößt diese Forderung vergleichsweise häufig bei den Beziehern höherer Einkommen sowie bei den Anhängern der Grünen.

Wege aus der Kostenfalle

Um die steigenden Kosten auszugleichen, hat jeder Dritte in den vergangenen fünf Jahren einmal oder häufiger den Stromanbieter gewechselt. Überdurchschnittlich häufig wechselte die Gruppe der 30- bis 44-Jährigen.

Viele Bundesbürger bemühen sich inzwischen darum, die Energieeffizienz ihres Haushaltes zu verbessern. 44 Prozent der Befragten geben an, zu Hause ausschließlich Energiesparlampen zu verwenden. Vor allem Befragte mit Hauptschulabschluss sowie Bezieher niedrigerer Haushaltseinkommen setzen auf die modernen Leuchtmittel.

Auch bei den Haushaltsgeräten wird zunehmend auf den Energieverbrauch geachtet. Bei 45 Prozent aller Befragten laufen zu Hause durchgängig Elektro-Geräte der Energieeffizienzklasse A. Sogar 91 Prozent aller Befragten achten beim Kauf neuer Geräte auf die Energieeffizienzklasse. Nur 7 Prozent kümmern sich darum nicht.

Quelle: n-tv.de

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