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Aktuell lassen sich Merkel und Steinbrück selten gemeinsam blicken.
Aktuell lassen sich Merkel und Steinbrück selten gemeinsam blicken.(Foto: picture alliance / dpa)

TV-Duell mit oder ohne Raab: Merkel und Steinbrück sind dabei

Peer Steinbrück kann sich nun doch Stefan Raab als Moderator für ein TV-Duell mit Angela Merkel vorstellen. Der SPD-Kanzlerkandidat spielt den Ball aber zur Amtsinhaberin. Auch sie müsse damit einverstanden sein, sagt er. Die Kanzlerin antwortet umgehend, es sei ihr egal.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich offen für ein TV-Duell unter der Moderation des Entertainers Stefan Raab. Die CDU-Chefin spreche sich weder für noch gegen einen bestimmten Moderator aus, betonte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die Journalisten, die die Fragen stellen, würden selbstverständlich von den Fernsehsendern benannt.

Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hatte Raab als einen von mehreren Moderatoren zunächst strikt abgelehnt, war zuletzt jedoch zurückgerudert. "Wenn Angela Merkel dann auch mit Stefan Raab einverstanden ist, wird es so geschehen", sagte Steinbrück der "Bild"-Zeitung. Den Entertainer Raab als Co-Moderator hatte der frühere CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber vorgeschlagen, um auch jüngere Zuschauer für Politik zu interessieren.

Es wird nur ein Duell geben

Gleichzeitig hatte Steinbrück seine Forderung nach einem zweiten Fernsehduell mit der Regierungschefin bekräftigt, was Merkel jedoch unverändert ablehnt. Seibert sagte, es gebe keinen Grund, von der bewährten Tradition der Jahre 2005 und 2009 abzuweichen, alle großen Themen in einer TV-Sendung zu debattieren.

Den Termin für ein solches Duell ließ er offen. Während die "Bild"-Zeitung berichtet hatte, der 8. September stehe bereits fest, versicherte Seibert, der Zeitpunkt müsse noch geklärt werden. Die Bundestagswahl findet am 22. September statt.

Keine Unterhaltungsshow

Raab selbst bekundete in der "Berliner Zeitung" Interesse daran, ein Fernsehduell mit zu moderieren. "Wir haben das mit dem Sender ernsthaft diskutiert und finden es eine sehr reizvolle Idee. Ich bin mir mit Pro Sieben Sat.1 einig, dass wir dieses Experiment wagen wollen", sagte der 46-Jährige.

Er wolle aus dem TV-Duell "auch gar keine Unterhaltungsshow machen, sondern nur für Pro Sieben Sat.1 am journalistischen Katzentisch Platz nehmen und Fragen beisteuern", fügte Raab hinzu. Darüber hinaus sei Politik auch "kein Wunschkonzert".

"Ich glaube nicht, dass sich die Sender in ihre journalistische Unabhängigkeit hineinreden lassen und Kanzler und Herausforderer bisher die Moderatoren des TV-Duells aussuchen durften", sagte der Entertainer weiter.

Quelle: n-tv.de

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