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Russische Artilleriestellung im Kaukasus (Archivbild).
Russische Artilleriestellung im Kaukasus (Archivbild).(Foto: picture-alliance / dpa)

"Massive Razzien" und dutzende Tote: Moskau attackiert "Bandenchefs"

Russlands Nationales Anti-Terror-Komitee zeigt sich zufrieden. Im Nordkaukasus führen sie "massive Razzien" durch. Dabei werden angeblich 90 Militärbasen der Rebellen zerstört. Und auch im Umgang mit den Aufständischen zeigen sich die russischen Truppen nicht zimperlich

Russische Truppen haben in einer koordinierten Aktion im Nordkaukasus mindestens 49 Menschen getötet. Das Nationale Anti-Terror-Komitee sei in mehreren unruhigen Teilrepubliken der Region gegen Aufständische vorgegangen und habe "die Aktivitäten mehrerer Bandenchefs, Bandenmitglieder und ihrer Komplizen beendet", zitierte die Nachrichtenagentur Interfax eine Erklärung des Komitees. Darin war von "umfangreichen und massiven" Razzien die Rede.

Die Einsätze hätten zudem das "System", in dem die Aufständischen agierten, "erheblich beschädigt". Insgesamt seien 90 Militärbasen der Rebellen zerstört worden, berichtete Interfax unter Berufung auf die Erklärung. Es blieb aber unklar, wann die Einsätze begannen und wie lange sie dauerten.

Zum Nordkaukasus gehören unter anderem die unruhigen Teilrepubliken Dagestan, Inguschetien und Tschetschenien. In dem Gebiet kämpfen seit Jahren radikalislamische Rebellen für die Unabhängigkeit von Moskau und die Errichtung eines islamischen Staats. In Tschetschenien führte Moskau seit 1994 zwei Kriege gegen die dortigen Rebellen.

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Quelle: n-tv.de

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