Politik
Samstag, 18. Juli 2009

Gerangel um Berg-Karabach: Moskau will endlich Ruhe

Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat sich für eine dauerhafte Friedenslösung im Konflikt um die zwischen Armenien und Aserbaidschan umstrittene Region Berg-Karabach ausgesprochen.

Medwedew (m.) sowie Alijew (l.) und Sargsjan (r.) bei dem Treffen auf Schloss Mayendorf außerhalb Moskaus.
Medwedew (m.) sowie Alijew (l.) und Sargsjan (r.) bei dem Treffen auf Schloss Mayendorf außerhalb Moskaus.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Es gebe aber noch eine Reihe ungelöster Probleme, sagte ein Sprecher Medwedews nach einem Treffen des Kremlchefs mit den Präsidenten Armeniens und Aserbaidschans, Sersch Sargsjan und Ilcham Alijew, in Moskau. Das zu Aserbaidschan gehörende Gebiet war vor 15 Jahren nach einem Krieg mit fast 30 000 Toten von Armenien besetzt worden. Ein Ziel der Verhandlungen ist es, die seitdem bestehende Blockade Armeniens durch Aserbaidschan und die Türkei zu beenden.

Armenien und Aserbaidschan hatten sich Anfang Mai in Prag auf "Grundprinzipien" für einen dauerhaften Frieden geeinigt, ohne dabei Details zu nennen. Umstritten ist vor allem der völkerrechtliche Status Berg-Karabachs sowie der Korridor, der Berg-Karabach mit Armenien verbindet. Die aserbaidschanische Führung forderte bislang, eine Lösung könne es nur "innerhalb der territorialen Integrität Aserbaidschans" geben.

Quelle: n-tv.de

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