Politik
Auch in Tschetschenien griffen russische Truppen schon massiv ein. 1995 hält ein Soldat Moskaus auf dem Platz vor dem zerstörten Präsidentenpalast in Grosny Wache.
Auch in Tschetschenien griffen russische Truppen schon massiv ein. 1995 hält ein Soldat Moskaus auf dem Platz vor dem zerstörten Präsidentenpalast in Grosny Wache.(Foto: picture alliance / dpa)

30.000 Soldaten gehen nach Dagestan: Moskau will für Ruhe sorgen

2014 will Russland die olympischen Winterspiele in Sotschi austragen. Doch im nahen Dagestan liefern sich Islamisten und Regierungstruppen blutige Gefechte. Mit einem massiven Militäreinsatz will Moskau den Konflikt jetzt eindämmen.

Nach einer Zunahme der Gewalt im Konfliktgebiet Dagestan hat die russische Armee in einer massiven Militäroperation rund 30 000 Soldaten in die Teilrepublik im Nordkaukasus verlegt. Truppen des Innenministeriums und Islamisten lieferten sich zuletzt verstärkt blutige Gefechte in der Region am Kaspischen Meer. Vor Jubel in Russland in der nahen Schwarzmeerstadt Sotschi befürchtet der Kreml laut einem Bericht der russischen Tageszeitung "Nesawissimaja Gaseta" eine Nordkaukasus wird Ferienregion Dagestan grenzt an das frühere Kriegsgebiet Tschetschenien.

Nach Angaben des russischen Innenministeriums wurden 2011 im Nordkaukasus über 350 Islamisten getötet. Schwerpunkt war Dagestan. Bei Kämpfen und Anschlägen starben zudem 683 Menschen, darunter 169 Angehörige der Sicherheitskräfte. Eine Selbstmordattentäterin hatte Anfang März in Dagestan fünf Polizisten mit in den Tod gerissen.

Mit Hubschraubern und Panzern sowie schwerer Artillerie würden die Truppen schon jetzt Jagd auf mutmaßliche Terroristen in Dagestan machen, berichtete die Zeitung. Experten kritisieren die Verlegung der Soldaten in das schwer zugängliche Gebiet. Die Militärs seien für den Kampf gegen kleine Gruppen nicht ausgebildet, sagen sie.

Quelle: n-tv.de

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