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Die "Grande Mosquée" in Paris braucht Polizeischutz.
Die "Grande Mosquée" in Paris braucht Polizeischutz.(Foto: picture alliance / dpa)

"Hass und Rache" in Frankreich: Muslime werden bedroht wie nie zuvor

Der Anschlag auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" lässt die Emotionen hochkochen - und offenbart sich auch in Gewalt: In den letzten Tagen werden so viele Angriffe auf Muslime gezählt, wie sonst in einem halben Jahr.

Seit dem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" am vergangenen Mittwoch hat es in Frankreich mehr als 50 antimuslimische Vorfälle gegeben. Davon seien 21 antimuslimische Angriffe wie Schüsse auf Moscheen gewesen, teilte die Beobachtungsstelle für Islamfeindlichkeit des muslimischen Dachverbandes CFCM unter Berufung auf Zahlen des französischen Innenministeriums mit. Es habe zudem 33 "Bedrohungen", insbesondere Beleidigungen, gegeben. Bei den Zahlen sind demnach Paris und sein engerer Umkreis nicht eingerechnet.

CFCM-Präsident Abdallah Zekri zeigte sich schockiert über die Vielzahl der Angriffe, obwohl Vertreter der muslimischen Gemeinde am Sonntag beim großen Gedenkmarsch für die Opfer der islamistischen Anschlagsserie Seite an Seite mit den anderen Demonstranten auf die Straße gegangen seien. Auch habe die muslimische Gemeinde "klar den Terrorismus verurteilt". Eine solch hohe Zahl von Angriffen binnen fünf Tagen habe es "noch nie gegeben". In den neun ersten Monaten des Jahres 2014 waren 110 antimuslimische Vorfälle in Frankreich gezählt worden, Angriffe und Drohungen zusammengenommen.

Zekri forderte eine verstärkte Überwachung der muslimischen Gebetshäuser sowie des Internets, um "Hass und Rache" Einhalt zu gebieten, die sich derzeit entwickeln würden. Selbst die Große Moschee in Paris habe keine spezielle Bewachung. Premierminister Manuel Valls hatte zuvor versichert, dass alles getan werde, um auch die muslimischen Einrichtungen zu schützen.

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Quelle: n-tv.de

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