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Ein bewaffneter Siedler kontrolliert nach dem Attentat auf eine Frau eine Straße nahe der Siedlung Otniel.
Ein bewaffneter Siedler kontrolliert nach dem Attentat auf eine Frau eine Straße nahe der Siedlung Otniel.(Foto: REUTERS)

Jüdische Siedlerin getötet: Mutmaßlicher Messerstecher gefasst

Die Gewalt im Nahen Osten nimmt zu. Zuletzt verübten Palästinenser Attentate auch innerhalb jüdischer Siedlungen. Ein mutmaßlicher Täter, der eine Frau erstochen haben soll, wird nun gefasst. Er ist minderjährig.

Nach der Messerattacke auf eine Frau in einer israelischen Siedlung im besetzten Westjordanland ist ein junger Palästinenser als mutmaßlicher Täter festgenommen worden. Wie die israelische Armee mitteilte, handelt es sich um einen Minderjährigen aus einem Dorf in der Nähe der Siedlung Otniel, in der die 38-jährige Dafna Meir am Sonntagabend erstochen worden war. Es war das erste Attentat innerhalb einer jüdischen Siedlung seit Beginn der jüngsten Gewaltwelle im Nahen Osten.

Die Armee gab weder das Alter noch die Identität des mutmaßlichen Angreifers bekannt. Die sechsfache Mutter Meir war erstochen worden, als sie den Angreifer daran hinderte, in ihr Haus einzudringen. Dort hielten sich drei ihrer Kinder auf.

Am Montagvormittag war dann eine 30-jährige, schwangere Israelin in der Siedlung Tekoa nahe Bethlehem bei einem Messerangriff schwer verletzt worden. Der 17-jährige palästinensische Angreifer wurde von den israelischen Sicherheitskräften angeschossen.

Durch die beiden Angriffe innerhalb israelischer Siedlungen haben sich die Spannungen im Nahen Osten weiter verschärft. Seit Anfang Oktober wurden bei mit Messern, Autos oder Schusswaffen verübten Angriffen von Palästinensern 24 Israelis und ein US-Bürger getötet. Im gleichen Zeitraum wurden bei solchen Attacken und bei Protestaktionen 155 Palästinenser getötet. Etwa zwei Drittel von ihnen waren erwiesene oder mutmaßliche Attentäter. Die anderen starben bei Zusammenstößen von Demonstranten mit israelischer Polizei oder Armee.

Quelle: n-tv.de

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