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Die Enthüllungsjournalisten bei der preisverleihung von links nach rechts: Greenwald, Poitras und MacAskill.
Die Enthüllungsjournalisten bei der preisverleihung von links nach rechts: Greenwald, Poitras und MacAskill.(Foto: AP)

Rückkehr mit gemischten Gefühlen: NSA-Journalisten erhalten Preis in New York

Erstmals nach den Enthüllungen rund um den US-Geheimdienst NSA sind die beiden amerikanischen Journalisten wieder in die USA eingereist. Für ihre Arbeit erhielten sie einen renommierten Preis. Wirklich erwünscht fühlen sie sich hingegen nicht.

Für die Enthüllungen rund um den US-Geheimdienst NSA sind drei Journalisten des Londoner "The Guardian" mit dem George-Polk-Award der Long Island University in New York ausgezeichnet worden. Der Preis honoriert investigativen Journalismus und wird jährlich in unterschiedlichen Sparten vergeben. Laura Poitras, Glenn Greenwald und Ewen MacAskill erhielten den Award in der Sparte Nationale Sicherheit. Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hatte den Journalisten Material über die NSA zugespielt, was sie im Folgenden in der britischen Tageszeitung veröffentlichten.

Poitras und Greenwald waren zum ersten Mal seit dem Beginn der Enthüllungen im vergangenen Juni wieder in den USA. Greenwald wolle dies tun, weil "bestimmte Faktoren in der US-Regierung das feindliche Klima für Journalisten absichtlich verschärft haben", behauptete der Journalist gegenüber der "Huffington Post". Er wolle aber nicht, dass ihn das an einer Reise in sein Heimatland abhalte. Trotzdem sei er sich nicht sicher, ob er festgenommen werde. Die Einreise aber sei problemlos verlaufen.

Der Polk-Preis wurde in 13 Kategorien vergeben. Insgesamt erhielten 30 Journalisten von 15 Medien eine Ehrung. Der Preis wird seit mehr als 60 Jahren verliehen und erinnert an den CBS-Korrespondenten George Polk, der 1948 im griechischen Bürgerkrieg starb.

Quelle: n-tv.de

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