Politik
Benjamin Netanjahu will in der Siedlungsfraqe nicht einlenken.
Benjamin Netanjahu will in der Siedlungsfraqe nicht einlenken.(Foto: picture alliance / dpa)

Israel setzt sich in Ostjerusalem fest: Netanjahu verteidigt Siedlungen

Er akzeptiere es nicht, dass sein Land nicht in seiner eigenen Hauptstadt Siedlungen bauen dürfe, sagt Benjamin Netanjahu. Obwohl dutzende Länder und die UN-Spitze das Verhalten Israels kritisieren, will er sich nicht reinreden lassen. Sein Volk stützt ihn.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den geplanten Bau tausender Wohnungen in und nahe Jerusalem gegen internationale Kritik verteidigt. "Was für eine Zukunft erwartet Israel, wenn wir in Gilo und Ramat Schlomo nicht bauen können?", sagte Netanjahu im Fernsehen. "Der jüdische Staat soll nicht in seiner eigenen Hauptstadt bauen dürfen? Das akzeptiere ich nicht", erklärte er.

Gilo und Ramat Schlomo liegen im 1967 eroberten Ostjerusalem, das damals vor allem von Palästinensern bewohnt wurde, die durch die jahrelange Siedlungspolitik aber mittlerweile eine Minderheit bilden. Außerdem will Israel 3000 Wohneinheiten im E-1 genannten Bereich im Osten Jerusalems errichten. Damit würde die Bildung eines zusammenhängenden Palästinenserstaates im Westjordanland äußerst erschwert.

In Israel wird am 22. Januar gewählt. Netanjahu, dessen rechtsgerichtete Likud-Partei in den Umfragen deutlich führt, bat um ein starkes Wähler-Votum für seine Partei wie auch für seine angestrebte Koalition. Er brauche eine starke Regierung, um im kommenden Jahr mit der nuklearen Bedrohung aus dem Iran und anderen Herausforderungen umgehen zu können.

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen