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Ein nordkoreanischer Soldat steht vor einer Abschussrampe mit einer Unha-3-Rakete.
Ein nordkoreanischer Soldat steht vor einer Abschussrampe mit einer Unha-3-Rakete.(Foto: dpa)

Säbelrasseln aus Pöngjang: Nordkorea kündigt Raketenstart an

Mitte April zerbricht eine Unha-3-Rakete kurz nach dem Start und stürzt ins Wasser - ein Desaster für Nordkorea. Nun will das kommunistische Regime einen neuen Versuch wagen. Noch vor Weihnachten soll eine verbesserte Trägerrakete starten.

Dieses Satellitenbild zeigt dem US-Korea-Institut der Johns-Hopkins-Universität zufolge eine Mehrstufenrakete mit großer Reichweite. Die Aufnahme stammt vom 26. November.
Dieses Satellitenbild zeigt dem US-Korea-Institut der Johns-Hopkins-Universität zufolge eine Mehrstufenrakete mit großer Reichweite. Die Aufnahme stammt vom 26. November.(Foto: AP)

Nordkorea will in den kommenden Wochen eine Langstreckenrakete testen, nachdem ein gescheiterter Versuch im Frühjahr bereits schwere diplomatische Verwerfungen ausgelöst hatte. Die Trägerrakete für Satelliten sei verbessert worden und solle zwischen dem 10. und dem 22. Dezember gestartet werden, berichtete Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA unter Berufung auf das Komitee für Weltraumtechnologie. Die Unha-3-Rakete war beim Test Mitte April kurz nach dem Start zerbrochen und abgestürzt.

Pjöngjang hatte damals von einem Versuch gesprochen, einen Forschungssatelliten ins All zu schießen. Die USA und die Vereinten Nationen vermuteten hinter dem Start jedoch einen unzulässigen Raketentest für das verbotene Atomprogramm. Demnach handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Interkontinentalrakete Taepodong-2 mit mehreren tausend Kilometern Reichweite.

Ein neuer Raketenstart in Nordkorea wäre aus Sicht Südkoreas und der USA eine Provokation. Der Weltsicherheitsrat hatte den Raketenstart am 13. April in dem weithin abgeschotteten Land aufs Schärfste verurteilt und Lebensmittellieferungen eingestellt, auf die das Land eigentlich dringend angewiesen ist. Der Leiter des Sanktionskomitees für Nordkorea, Portugals UN-Botschafter José Filipe Moraes Cabral, riet der Führung in Pjöngjang dringend von dem erneuten Raketenstart ab. Nach einem zweiten Atomtest in Nordkorea im Mai 2009 hatte der UN-Sicherheitsrat das Land dazu aufgerufen, keine Nuklearversuche und Tests von ballistischen Raketen mehr zu unternehmen.

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Quelle: n-tv.de

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