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Dienstag, 01. Dezember 2015

"Haben gemeinsamen Feind": Obama appelliert an Putin und Erdogan

Nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei herrscht weiterhin dicke Luft zwischen den Staatspräsidenten Putin und Erdogan. Nun schaltet sich US-Präsident Obama ein: Er ruft beide zum Zusammenhalt gegen den Islamischen Staat auf.

Alle müssten sich auf den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) konzentrieren, fordert US-Präsident Barack Obama nach einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Paris. Obama ruft damit Moskau und Ankara zur Beilegung ihres Streits um den Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei auf.

Die Türkische Armee schoss den russischen Kampfjet an der türkisch-syrischen Grenze ab.
Die Türkische Armee schoss den russischen Kampfjet an der türkisch-syrischen Grenze ab.(Foto: dpa)

"Wir haben darüber beraten, wie die Türkei und Russland zusammenarbeiten können, um die Spannungen zu entschärfen und einen diplomatischen Weg zur Lösung dieser Angelegenheit zu finden", sagt Obama nach dem Treffen in der Residenz der US-Botschafterin in Paris. "Ich habe Herrn Erdogan gesagt: Wir haben alle einen gemeinsamen Feind, das ist der IS. Und ich will sicherstellen, dass wir uns auf diese Gefahr konzentrieren."

Erdogan weist Vorwürfe zurück

Der Abschuss des russischen Kampfflugzeugs im syrisch-türkischen Grenzgebiet vor einer Woche hat zu schweren Verwerfungen zwischen Moskau und Ankara geführt. Unter anderem beschloss der Kreml eine Reihe von Sanktionen gegen die Türkei.

Russlands Präsident Putin hält an seinem Vorwurf der Komplizenschaft der Türkei mit der Terrormiliz fest. Er warf der Türkei am Rande der UN-Klimakonferenz in Le Bourget bei Paris vor, den Kampfjet offenbar abgeschossen zu haben, um Öllieferungen des IS in die Türkei zu schützen. Erdogan wies solche Vorwürfe empört zurück und erklärte, sollten Öllieferungen des IS an die Türkei bewiesen werden, würde er zurücktreten.

Quelle: n-tv.de

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