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Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit besucht US-Präsident Obama doch noch eine Moschee in den USA:
Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit besucht US-Präsident Obama doch noch eine Moschee in den USA:(Foto: AP)

Plädoyer für Toleranz: Obama besucht erstmals US-Moschee

Während seiner gesamten Amtszeit tritt US-Präsident Obama für Gleichberechtigung und Toleranz ein. Auch im aufgeheizten Vorwahlkampf setzt er auf Entspannung. Erstmals in seiner Amtszeit besucht er eine Moschee in den USA.

In den USA kommt es am Ende der Amtszeit von Präsident Barack Obama zu einer historischen Premiere. Er will am Mittwoch erstmals eine Moschee in den USA besuchen. Obama werde Vertreter der islamischen Gemeinde in Baltimore im Bundesstaat Maryland treffen, kündigte das Weiße Haus an. Der Präsident werde dort ein Plädoyer für Toleranz und Religionsfreiheit halten. 

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Muslime in den USA sahen sich zuletzt vermehrt Anfeindungen ausgesetzt. So forderte der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump nach den islamistischen Anschlägen in Paris und im kalifornischen San Bernardino ein Einreiseverbot für Muslime.

Obama hatte schon in seiner letzten Rede zur Lage der Nation Mitte Januar Stellung zu den Forderungen von Trump genommen und eindringlich an Toleranz und Gleichberechtigung appelliert. "Wenn Politiker Muslime beleidigen, wenn eine Moschee verwüstet, ein Kind schikaniert wird, macht uns das nicht sicherer. Es macht uns schwächer in den Augen der Welt."

Trumps islamfeindliche Äußerungen hatten zwar in vielen Staaten für Empörung gesorgt, seiner Beliebtheit im Vorwahlkampf der USA aber nicht geschadet. Die Republikaner werfen Obama zudem vor, die Terrorgefahr durch islamistische Extremisten nicht ausreichend zu bekämpfen.

Obama hatte bereits 2010 im indonesischen Jakarta eine Moschee besucht. In den USA betrat er in mehr als sieben Jahren als Präsident bislang noch kein muslimisches Gotteshaus.  

Quelle: n-tv.de

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