Politik

"Von Mensch zu Mensch": Obama geht auf Kuba zu

Die US-Regierung will offenbar Beschränkungen bei Reisen nach Kuba weiter lockern. Studienaufenthalte und Besuche von religiösen und kulturellen Gruppen in dem kommunistischen Land sollen leichter werden. Auch Spenden sollen erlaubt werden. Ein Zeitpunkt wird aber nicht genannt.

Präsident Barack Obama will nach den Restriktionen unter der republikanischen Bush-Administration offenbar an die Politik seines demokratischen Vorvorgängers Bill Clinton anknüpfen. Wie die "New York Times" berichtete, sollen Gruppenreisen zum verstärkten religiösen, kulturellen und akademischen Austausch erleichtert werden. Ziel seien verstärkte Kontakte von "Mensch zu Mensch" und der Austausch von Erfahrungen, heißt es unter Berufung auf Washingtoner Regierungsbeamte.

Beschränkungen bei Verwandtenbesuchen hatte Obama bereits aufgehoben. Die Zeitung spricht von einer "bedeutenden" politischen Kursänderung. Das Jahrzehnte alte Handelsembargo soll aber beibehalten werden.  

Studienaufenthalte und Besuche von religiösen und kulturellen Gruppen sind bereits seit geraumer Zeit möglich, unterliegen aber strengen Regeln. Das gilt etwa für die Dauer von Studienaufenthalten in Kuba. Obama wolle derartige Bestimmungen lockern, heißt es in dem Bericht. Bisher sind Kuba-Flüge nur aus drei US-Städten - Miami, New York und Los Angeles - möglich. Auch dies soll ausgeweitet werden. Außerdem wolle Obama künftig auch Geldüberweisungen und Spenden aus den USA an Kirchen, Schulen und Menschenrechtsgruppen erlauben.

Unklar ist aber noch, wann diese Erleichterungen bekanntgegeben werden sollen. Es gibt nach Angaben der "New York Times" unterschiedliche Meinungen darüber, ob es sich die Regierung angesichts zu erwartender konservativer Kritik erlauben könne, den Schritt noch vor der Kongresswahl im November zu vollziehen.

Quelle: n-tv.de

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