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Barack Obama schwört auf die Bibel.
Barack Obama schwört auf die Bibel.(Foto: dpa)

Kleine Zeremonie vor großer Feier: Obama tritt zweite Amtszeit an

Es ist zunächst ein kleiner offizieller Akt, bevor Barack Obama mit viel Pomp zum zweiten Mal zum US-Präsidenten vereidigt wird: Im "Blue Room" wird der Demokrat in Anwesenheit seiner Familie offiziell ins Amt eingeführt. Die große Inaugurationsfeier in Washington werden dann bis zu 800.000 Menschen verfolgen.

Barack Obama ist für vier weitere Jahre als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt worden. Der Vorsitzende Richter des Supreme Court, John Roberts, nahm Obama den offiziellen Amtseid ab. Bei der kurzen Zeremonie im "Blue Room" des Weißen Hauses waren auch Obamas Frau Michelle und seine Töchter Malia und Sasha anwesend.

Die großen Inaugurationsfestspiele in Washington haben begonnen.
Die großen Inaugurationsfestspiele in Washington haben begonnen.(Foto: dpa)

Zuvor hatte Obama gemeinsam mit Vizepräsident Joe Biden einen Kranz am Grabmal des unbekannten Soldaten auf dem Nationalfriedhof Arlington niedergelegt. Biden war ebenfalls am Sonntag vereidigt worden. Die feierliche Amtseinführung vor dem Kapitol in Washington findet am Montag statt.

Zu der großen Zeremonie werden dann bis zu 800.000 Besucher erwartet. Nach seiner Vereidigungsrede führt Obama mit seiner Frau eine Parade über die Pennsylvania Avenue zum Weißen Haus an. In der Nacht zu Dienstag wird die Inauguration mit zahlreichen Bällen in Washington ausklingen.

Amerikaner helfen freiwillig

Die Feiern kamen bereits am Samstag in Schwung. So versammelten sich Tausende Menschen auf der Mall, der Museumszeile im Herzen von Washington, zu einem Festival mit Musik, Essen und Ansprachen. Am Abend luden First Lady Michelle Obama und Jill Biden, die Frau von Vizepräsident Joe Biden, Kinder von US-Militärangehörigen zu einem Konzert ein.

Zudem hatte Obama den Samstag zum "nationalen Tag der freiwilligen Hilfe" erklärt. Im ganzen Land waren die Bürger dazu aufgerufen, gemeinnützige Arbeit zu leisten. Obama und seine Frau selbst strichen in einer Grundschule in Washington Bücherregale an. Die Bidens halfen beim Verpacken von Geschenkpaketen für in Übersee stationierte US-Soldaten.

Obama kann sich keine langen Feiern leisten

Der Montag beginnt für die First Family mit der Teilnahme an einem Gottesdienst in einer episkopalischen Kirche, bevor Obama öffentlich seinen Amtseid ablegt. Nach einem Mittagessen im Kapitol folgt eine Parade zum Weißen Haus - mit Musikkapellen und Festwagen. Am Abend tanzen die Obamas auf den traditionellen Vereidigungsbällen.

Am Dienstagmorgen folgt noch einmal eine kirchliche Andacht, am Abend dann ein weiterer Ball - diesmal im Kreis des Obama-Mitarbeiterstabs. Danach beginnt für Obama der politische Alltag der zweiten Amtszeit - mit einer Reihe von Herausforderungen. So stehen im US-Senat die Bestätigungsverfahren zur Berufung von John Kerry als neuem Außenminister und vom Republikaner Chuck Hagel als künftigem Pentagonchef an.

Außerdem muss Obama versuchen, umstrittene Vorschläge für Verschärfungen der US-Waffengesetze als Konsequenz aus dem Schulmassaker von Newtown im Kongress durchzubringen. Darüber hinaus kommt auf den Präsidenten eine neue Runde im Streit mit den Republikanern um ein Sparprogramm zum Defizitabbau zu.

Quelle: n-tv.de

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