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Grenzübergang in Tirol: Einen Großteil der Registrierungsarbeit lädt Griechenland auf EU-Binnenstaaten ab.
Grenzübergang in Tirol: Einen Großteil der Registrierungsarbeit lädt Griechenland auf EU-Binnenstaaten ab.(Foto: picture alliance / dpa)

"Jetzt muss gehandelt werden": Österreich droht Griechen mit Schengen-Aus

So gut wie unkontrolliert strömen Flüchtlinge über die türkisch-griechische Grenze. Die Griechen selbst argumentieren, dass der Übergang kaum kontrollierbar sei - "ein Mythos", wie die österreichische Innenministerin betont. Sie fordert Konsequenzen.

Österreich droht Griechenland wegen seines Umgangs mit der Flüchtlingskrise mit einem Ausschluss aus dem Abkommen für die EU-weite Reisefreiheit. Die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner sagte der "Welt am Sonntag": "Wenn ein Schengen-Staat seinen Verpflichtungen dauerhaft nicht nachkommt und nur zögerlich Hilfe annehmen will, dann darf es keine Denkverbote geben." Wenn die Regierung in Athen nicht endlich mehr für die Sicherung der EU-Außengrenzen unternehme, dann müsse auch über den vorübergehenden Ausschluss Griechenlands aus dem Schengenraum offen diskutiert werden.

"Es ist ein Mythos, dass die griechisch-türkische Grenze nicht kontrolliert werden kann", meinte Mikl-Leitner. Die griechische Marine zähle zu den stärksten in Europa und könne unter ziviler Führung selbstverständlich auch zur Kontrolle und Registrierung der Migrationsströme eingesetzt werden.

"Die Geduld vieler Europäer neigt sich dem Ende zu", sagte die ÖVP-Politikerin. "Es wurde viel geredet, jetzt muss endlich gehandelt werden. Es geht darum, die Stabilität, Ordnung und Sicherheit in Europa zu schützen."

Quelle: n-tv.de

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