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Eine Blume erinnert am Anschlagsort an die Opfer.
Eine Blume erinnert am Anschlagsort an die Opfer.(Foto: dpa)

Reisegruppe wollte nach Dubai weiter: Opfer kamen aus fünf Bundesländern

Nach und nach werden weitere Einzelheiten zu den deutschen Opfern des Terroranschlags in Istanbul bekannt. Die zehn deutschen Opfer sowie die sieben Verletzten waren Mitglieder einer Reisegruppe.

Die zehn bei dem Anschlag in Istanbul getöteten Deutschen stammen aus fünf verschiedenen Bundesländern. Wie die jeweiligen Landesregierungen mitteilten, kamen die Opfer aus Sachsen, Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Hessen und Berlin. Nach Angaben des Auswärtigem Amts werden zudem sieben deutsche Verletzte in Krankenhäusern behandelt.

Jeweils drei Tote kamen aus Sachsen und Rheinland-Pfalz. Nach Angaben des sächsischen Innenministeriums starben eine Frau aus Leipzig und zwei Männer aus Dresden. "Es ist traurige Gewissheit, dass unter den getöteten Deutschen auch drei Sachsen sind. Ich spreche den Angehörigen aller Opfer mein tiefstes Mitgefühl aus. Für sie und für uns alle ist dieser sinnlose Tod unbegreiflich und macht uns fassungslos", sagte Regierungschef Stanislaw Tillich. Die rheinland-pfälzische Landesregierung teilte mit, dass sich zwei Männer und eine Frau aus dem Bundesland unter den Toten befinden. Eine weitere Frau aus Rheinland-Pfalz sei verletzt worden.

Die brandenburgische Landesregierung wiederum erklärte, in Istanbul sei ein Ehepaar aus Falkensee getötet worden. Es handele sich um einen 73-jährigen Mann und 71 Jahre alte Frau. Laut der hessischen Landesregierung wurde zudem ein 67-jähriger Mann aus Nordhessen getötet. Seine 50 Jahre alte Frau wurde demnach verletzt.

Laut dem Berliner Senat ist unter den Opfern auch ein 72-jähriger Mann aus Köpenick . Zudem wurden eine 63-jährige Köpenickerin schwer und ein 75-jähriger Pankower leicht verletzt.

Die insgesamt 33-köpfige Reisegruppe aus Deutschland sollte von Istanbul von dort weiter nach Dubai und Abu Dhabi reisen, wie ein Sprecher des Veranstalters, der Berliner Lebenslust Touristik, sagte. Alle deutschen Toten und Verletzten gehörten zu der Gruppe.

Bei dem Anschlag in Istanbul hatte sich am Vortag ein Selbstmordattentäter nahe der Blauen Moschee in die Luft gesprengt. Dabei riss er zehn Deutsche mit in den Tod, wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte. Zuvor hatte die deutsche Regierung von acht getöteten Bundesbürgern gesprochen. Sieben deutsche Verletzte würden noch in Krankenhäusern behandelt, davon fünf auf der Intensivstation, sagte die Ministeriumssprecherin. Insgesamt kamen bei dem Anschlag zwölf Menschen ums Leben.

Quelle: n-tv.de

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