"Blasphemische Inhalte"Pakistan sperrt Twitter aus
Das pakistanische Ministerium für Informationstechnologie entdeckt beim Kurznachrichtendienst Twitter ungewollte Inhalte - und sperrt die Seite landesweit. Im Jahr 2010 war die Behörde bei anderen Seiten genauso vorgegangen.
Pakistan hat den Zugang zum Internet-Kurznachrichtendienst Twitter gesperrt. Hintergrund seien blasphemische Inhalte, sagte ein Vertreter der Telekommunikationsbehörde. Das zuständige Ministerium für Informationstechnologie habe seit längerem versucht, Twitter zum Löschen bestimmter Beiträge zu bewegen. Grund seien Aufrufe via Twitter, Karikaturen über den Propheten Mohammed zu erstellen, so der Sprecher.
Für viele Muslime, die in Pakistan die große Mehrheit der Bevölkerung stellen, ist jegliche Darstellung des Propheten Mohammed Gotteslästerung. Das Land hatte 2010 bereits für fast zwei Wochen den Zugang zu Twitter, Facebook, YouTube und rund 1000 weitere Internetseiten blockiert.
Der Kurznachrichtendienst Twitter, über den 140 Zeichen lange Meldungen an Interessenten verschickt werden können, wurde 2006 gegründet. Seither geht bei der Anzahl der Nutzer aus Pakistan die Tendenz nach oben.