Montag, 04. Januar 2010
Iran dreht sich im Kreis: Paris weist Ultimatum zurück
Das vom Iran gesetzte Ultimatum im Atomstreit mit dem Westen wird von der französischen Regierung nicht ernst genommen. Das Pariser Außenministerium bezeichnet die Äußerungen aus Teheran vom Wochenende als "jüngste Pirouette" des Regimes.
Durch sein umstrittenes Atomprogramm macht sich Ahmadinedschad keine Freunde.
(Foto: picture alliance / dpa)
"Der Iran will mit dem Westen nicht über Kernenergie reden", sagte Außenminister Bernard Kouchner. Es sei nicht akzeptabel, dass der Iran nun denjenigen ein Ultimatum stelle, die ihm bei der Urananreicherung helfen wollten.
Teheran hatte dem Westen am Wochenende eine Frist von einem Monat gesetzt, seinen Vorschlag zur Urananreicherung anzunehmen. Andernfalls werde der Iran das für einen Forschungsreaktor benötigte Uran selbst anreichern, zitierte die iranische Presse Außenminister Manuchehr Mottaki.
Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich am Bau der Atombombe zu arbeiten. Die Führung in Teheran hat das stets zurückgewiesen. Der Westen hatte den Iran zuletzt gedrängt, bis Ende 2009 einen Vorschlag über eine Urananreicherung in Frankreich und Russland anzunehmen. Teheran besteht jedoch darauf, dass der Austausch von niedrig gegen höher angereichertes Uran in drei Phasen und auf iranischem Boden erfolgt.
dpa
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