Politik
Frauke Petry gilt als angeschlagen. Sie ist zwar AfD-Chefin, allerdings nicht Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl.
Frauke Petry gilt als angeschlagen. Sie ist zwar AfD-Chefin, allerdings nicht Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl.(Foto: picture alliance / Michael Kappe)

Bericht über Abwahlanträge: Petry-Gegner wollen Direktkandidatur kippen

Frauke Petry droht womöglich der nächste Angriff aus den eigenen Reihen. In ihrem Wahlkreis wollen AfD-Mitglieder laut einem Bericht gegen die Parteichefin aufbegehren. Sie haben es demnach auf Petrys Direktkandidatur für die Bundestagswahl abgesehen.

In der sächsischen AfD soll es Bestrebungen geben, die Direktkandidatur von Parteichefin Frauke Petry zu verhindern. Petry tritt bei der Bundestagswahl im Wahlkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge an. Bei einem Kreisparteitag war sie im vergangenen November zur Direktkandidatin gewählt worden. Parteiinterne Gegner wollen Petry nach "Spiegel"-Informationen beim Kreisparteitag am 11. Juni angreifen. Demnach liegen drei Abwahlanträge für ihre Kandidatur vor.

Ein Grund sei, dass Petry die Pegida-Bewegung ablehnt, berichtet der "Spiegel" weiter und beruft sich auf Parteikreise. Zudem tobt seit Monaten ein Machtkampf zwischen den Flügeln der AfD. Im Mittelpunkt steht der Versuch, den thüringischen Landesvorsitzenden, Björn Höcke, aus der Partei auszuschließen. Petry ist für einen Parteiausschluss des Rechtsaußen Höcke. In dieser Frage ist die Partei jedoch gespalten. Petry habe sich im sächsischen Landesverband viele Feinde gemacht, heißt es in dem Bericht.

Wenn es nach ihr geht, soll auch der umstrittene Dresdner Richter und Bundestagskandidat Jens Maier ausgeschlossen werden, der sich selbst gern als "kleiner Höcke" bezeichnet. Maier steht auf Platz zwei der Landesliste zur Bundestagswahl.

Als weiterer Punkt werden die Ermittlungen gegen Petry wegen Meineids genannt. Es geht dabei um Aussagen vor dem Wahlprüfungsausschuss des Landtages im Zusammenhang mit der Aufstellung der Kandidatenliste der AfD zur Landtagswahl 2014. Laut der Staatsanwaltschaft Dresden wird der Vorwurf des Meineides oder eines fahrlässigen Falscheides gegen Petry weiter geprüft.

Quelle: n-tv.de

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