Politik
Dem philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte geht es offenbar nicht so gut.
Dem philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte geht es offenbar nicht so gut.(Foto: picture alliance / Aaron Favila/)
Donnerstag, 15. Juni 2017

"Es war alles so brutal": Philippinischer Präsident nimmt sich Auszeit

Mehrfach hatte es in der Vergangenheit Gerüchte gegeben, dass der philippinische Präsident ernsthaft erkrankt sei. Diese Mutmaßung wird nun befeuert: Sein Sprecher gibt bekannt, dass Duterte in der nächsten Zeit erst einmal nicht mehr öffentlich auftreten werde.

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte leidet nach Angaben seines Sprechers unter Erschöpfung und ist daher seit Tagen nicht mehr öffentlich aufgetreten. Der 72-jährige Staatschef sei erschöpft und müsse sich "regenerieren", sagte sein Sprecher Ernesto Abella. Es bestehe aber kein Anlass zur Sorge "betreffs Krankheit". "Dem Präsidenten geht es gut", versicherte Abella.

Zuletzt hatte Duterte am Sonntag im Süden des Landes verwundete Soldaten besucht. In der Region liefert sich die Armee seit einem Monat Feuergefechte mit bewaffneten Islamisten, die sich zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekennen. Einen für den folgenden Tag geplanten Auftritt zur Feier des philippinischen Unabhängigkeitstags in der Hauptstadt Manila sagte der Präsident hingegen ab. Dies hatte zu Spekulationen über seinen Gesundheitszustand geführt.

Während des Wahlkampfs im vergangenen Jahr hatte Duterte wiederholt Angaben zurückgewiesen, dass er an Krebs leide. Der Sprecher des Präsidenten versicherte nun mehrfach, dass Duterte gesund sei. Dennoch nannte er kein Datum, zu dem der Präsident seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen werde.

Angesichts der Kämpfe hatte Präsident Duterte das Kriegsrecht über die südliche Insel Mindanao verhängt. In der 200.000-Einwohner-Stadt Marawi haben die Islamisten Zivilisten zu Geiseln genommen und benutzen sie in den Kämpfen als menschliche Schutzschilde. "Es war alles so brutal, deshalb ist es wichtig, dem Präsidenten eine Auszeit zu erlauben", sagte Abella. Bei den Feuergefechten sind bereits 58 Soldaten und Polizisten sowie 26 Zivilisten getötet worden.

Quelle: n-tv.de

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