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Blumen statt Blut: Bunte Bilder verdecken die zerstörte Polizeiwache in Jakarta.
Blumen statt Blut: Bunte Bilder verdecken die zerstörte Polizeiwache in Jakarta.(Foto: REUTERS)

Terror in Jakarta: Polizei befürchtet weitere Anschläge

Nach dem Terroranschlag in Jakarta sucht die Polizei mögliche Mittäter und Nachahmer. Die Behörden befürchten, dass weitere IS-Zellen im Land aktiv sind und wollen neue Anschläge verhindern.

Einen Tag nach dem Terroranschlag mit sieben Toten in Jakarta sucht die indonesische Polizei nach möglichen weiteren Terrorzellen. Seine Beamten fahndeten unter anderem nach Sympathisanten eines indonesischen IS-Kämpfers in Syrien, sagte der Polizeichef der Hauptstadt. Der Mann, Bahrun Naim, gilt bei den Behörden als mutmaßlicher Drahtzieher des Jakarta-Anschlags. Er hatte auch die Terroranschläge in Paris in November in sozialen Medien gerühmt und versucht, seine Landsleute zu ähnlichen Attacken anzustacheln.

Anders als von lokalen Medien zunächst berichtet stand eine Festnahme von drei Männern am Morgen nicht in Zusammenhang mit dem Anschlag in Jakarta. Ihnen werde Erpressung vorgeworfen, teilten die Behörden später mit.

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Insgesamt fünf Attentäter hatten mit Sprengstoff und Waffen ein Café und eine Polizeistation mitten im Zentrum der Millionenmetropole überfallen. Zwei Täter sprengten sich nach Angaben der Polizei in die Luft, die anderen eröffneten das Feuer. Zwei Passanten kamen ums Leben. Drei Attentäter starben beim Schusswechsel mit der Polizei. Über ihre Identität haben die Behörden noch keine Angaben gemacht. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Anschlag.

Anders als von lokalen Medien zunächst berichtet stand eine Festnahme von drei Männern am Morgen nicht in Zusammenhang mit dem Anschlag in Jakarta. Ihnen werde Erpressung vorgeworfen, teilten die Behörden später mit.

In New York verurteilte der UN-Sicherheitsrat den Anschlag in Jakarta. Das oberste Gremium der Vereinten Nationen würdigte den Einsatz der Polizei, die innerhalb von Minuten am Tatort war und Passanten in Sicherheit brachte. Angesichts der jüngsten Terrorattacken in verschiedenen Weltregionen seien die Mitglieder des Sicherheitsrats tief besorgt über die andauernde Bedrohung des Friedens durch den IS und andere Extremisten, hieß es.

Quelle: n-tv.de

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