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(Foto: REUTERS)

Nach Sperrung vorm Kanzleramt: Polizei findet keinen Sprengstoff

Die Polizei hat am Morgen das Bundeskanzleramt in Berlin wegen einer verdächtigen Postsendung abgesperrt. Bei der Untersuchung des Gegenstands ist allerdings kein Sprengstoff gefunden worden. Alle Absperrungen waren kurz vor 11.00 Uhr wieder aufgehoben worden, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Bisher sei noch unklar, was sich in der verdächtigen Sendung befunden habe. Offenbar war vorsorglich lediglich die Hauptzufahrt des Kanzleramts gesperrt worden - andere Anfahrten blieben geöffnet. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Dpa hatte ein Sprengstoffhund bei der Vorab-Überprüfung vor der Hauptzufahrt angeschlagen.

Die erste Sitzung des Bundeskabinetts in diesem Jahr konnte dennoch wie geplant stattfinden. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem der Migrationsbericht sowie der Bundeswehreinsatz in Mali und im Irak. Zu dem Sprengstoffalarm war von der Bundesregierung zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der Zugang und die Arbeitsfähigkeit des Amts seien aber gewährleistet gewesen, sagte der Polizeisprecher weiter. Das Gebäude war nicht geräumt worden.

Bereits 2010 war im Kanzleramt ein verdächtiges Päckchen sichergestellt worden. Es enthielt nach Aussage von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere eine sprengfähige Vorrichtung und stammte vermutlich von einer linksextremen Gruppe aus Griechenland. Die Sicherheitslage in Deutschland ist gespannt nach den islamistischen Anschlägen im November in Paris. Mehrfach gab es seither Terroralarm, zuletzt in der Silvesternacht in München.

Nach Hinweisen ausländischer Geheimdienste sperrte die Polizei dort den Hauptbahnhof und den Bahnhof Pasing und warnte die Öffentlichkeit. Im November wurde in Hannover ein Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden ebenfalls wegen akuter Anschlagsgefahr kurzfristig abgesagt.

Quelle: n-tv.de

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