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Die mutmaßlichen Terroristen 2003 auf einem Infoblatt der Polizei: Christodoulos Xiros, Patroklos Tselentis and Vassilios Tzortzatos (von links nach rechts)
Die mutmaßlichen Terroristen 2003 auf einem Infoblatt der Polizei: Christodoulos Xiros, Patroklos Tselentis and Vassilios Tzortzatos (von links nach rechts)(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Inhaftierung in Griechenland: Polizei setzt linken Topterroristen fest

Bei einem Hafturlaub flieht der Anführer der linken Terrorgruppe 17. November. Die soll zwischen 1975 und 2000 in Griechenland insgesamt 23 Menschen ermordet haben. Der Polizei gelingt es jetzt, den Terroristen in einem Vorort von Athen festzunehmen.

Der griechischen Polizei ist ein Schlag gegen eine linke Terrorgruppe gelungen. Beamte nahmen den 56-jährigen Christodoulos Xiros fest, einen mutmaßlichen Rädelsführer der Organisation 17. November (17N). Xiros war vor rund einem Jahr während eines Hafturlaubs untergetaucht und war seitdem auf der Flucht. Dies berichtete der staatliche Rundfunk (NERIT) unter Berufung auf die Polizei. Der Mann leistete keinen Widerstand. Er wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in einem Vorort im Osten von Athen festgenommen.

Xiros war 2003 von der griechischen Justiz zu sechs Mal lebenslanger Haft verurteilt worden. Weitere vier Mitglieder dieser linken Terrororganisation sowie ihr Chef erhielten damals ebenfalls mehrfache lebenslange Haftstrafen. Die Terrororganisation 17N ermordete zwischen 1975 und 2000 insgesamt 23 Menschen in Griechenland.

Im Mai 2014 schickte Xiros eine Paketbombe an eine Polizeistation geschickt. Sie konnte rechtzeitig entschärft werden. In einer im Internet verbreiteten Erklärung drohte Xiros mit weiteren Anschlägen und einem "Partisanenkampf mit der Waffe in der Hand". Die Regierung in Athen setzte eine Belohnung in Höhe von einer Million Euro für Hinweise aus, die zu seiner Festnahme führen würden.

Quelle: n-tv.de

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