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Eine Spur führt in die Recklinghausener Flüchtlingsheime: Französische Ermittlungsergebnisse offenbaren den Behörden in Deutschland schwerwiegende Probleme im Meldewesen.
Eine Spur führt in die Recklinghausener Flüchtlingsheime: Französische Ermittlungsergebnisse offenbaren den Behörden in Deutschland schwerwiegende Probleme im Meldewesen.(Foto: picture alliance / dpa)

Razzia in Recklinghausen: Polizei sucht Illegale in Flüchtlingsheim

Zielfahndung nach Islamisten oder verschärftes Vorgehen gegen Meldevergehen? Im Norden des Ruhrgebiets kontrollieren Polizeibeamte seit den frühen Morgenstunden unangekündigt die Ausweispapiere von Flüchtlingen in mehreren Wohnheimen.

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Die Polizei hat am Morgen bei Razzien in Recklinghausen Flüchtlingsunterkünften nach illegalen Einwanderern durchsucht. Ein Sprecher der Polizei bestätigte, dass Beamte Personalien und Papiere der Flüchtlinge überprüften.

"Wir wollen dadurch sichergehen, dass sich nur die Menschen dort aufhalten, die auch dort gemeldet sind", erklärte der Sprecher. Wie viele Beamte im Einsatz sind, wollte er nicht sagen. Details und Ergebnisse der Razzia sollen im Laufe des Tages mitgeteilt werden.

Recklinghausen war jüngst in die Schlagzeilen geraten, weil der bei einem Angriff auf Pariser Polizisten erschossene mutmaßliche Islamist bis kurz davor in einem Asylbewerberheim in der NRW-Stadt gewohnt hatte. Ob ein direkter Zusammenhang zur Durchsuchungsaktion besteht, ist unklar.

Fakt ist allerdings, dass der fragliche Attentäter die Behörden in Deutschland mit der Vorspiegelung von mindestens sieben Identitäten getäuscht hatte. Vor diesem Hintergrund steht zu vermuten, dass die aktuelle Durchsuchungsaktion entweder im Zusammenhang mit der Fahndung nach weiteren Terrorverdächtigen steht, oder ähnlichen Täuschungsversuchen vorbauen soll.

Quelle: n-tv.de

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