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Die Situation bei der Hogesa-Demo in Köln eskalierte. Ähnliches wird bei geplanten weiteren Aktionen befürchtet.
Die Situation bei der Hogesa-Demo in Köln eskalierte. Ähnliches wird bei geplanten weiteren Aktionen befürchtet.(Foto: dpa)

Hooligans kommen wohl dennoch: Polizei will Hogesa-Demo verbieten

Am 15. November wollen Hooligans gegen Islamismus demonstrieren. Die Erfahrungen von Köln könnten nun zu einem Verbot führen. Gewaltbereite Hooligans wird das aber vermutlich nicht abhalten. Hannovers Polizei bereitet sich auf das Schlimmste vor.

Wegen befürchteter Ausschreitungen fordert die Polizei ein Verbot der für den 15. November in Hannover geplanten Anti-Islamismus-Demonstration. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor. Demnach liege seit dem 1. November eine Versammlungsanzeige mit dem Thema "Europa gegen den Terror des Islamismus" vor. "Nach jetzigem Kenntnisstand" gehe die Polizei davon aus, dass dahinter die Hogesa-Bewegung stehe, heißt es in der Mitteilung.

"Auf Gewalt ausgerichtete Veranstaltungen genießen nicht den Schutz des Versammlungsrechts", sagte Polizeipräsident Volker Kluwe. Das Verbot solle ausgesprochen werden, "weil die Versammlungsbehörde gegenwärtig davon ausgeht, dass die Veranstaltung auf gewalttätige Auseinandersetzungen ausgerichtet sein wird".

Ungeachtet dessen stelle sich die Polizei aber darauf ein, dass am 15. November gewaltbereite Hooligans nach Hannover reisen würden. "Wir werden vorbereitet sein", sagte Kluwe.

Demo in Hamburg abgesagt

Bei einem Aufmarsch von rund 4500 Demonstranten war es am 26. Oktober in der Kölner Innenstadt zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei gekommen, dabei wurden 44 Ordnungshüter verletzt und 17 Personen vorübergehend festgenommen. Mehrere Bundesliga-Klubs verboten daraufhin das Tragen von Hogesa-Symbolen in ihren Stadien.

Die Organisatoren planen weitere Aktionen. Eine zunächst ebenfalls für den 15. November geplante Demonstration in Hamburg wurde wieder abgesagt. Auch in Berlin wird es entgegen früherer Informationen an diesem Tag keinen Aufmarsch geben. Der Mann, der die Demo angeblich organisiert haben soll, distanzierte sich kürzlich von der Anmeldung bei den Behörden.

Quelle: n-tv.de

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