Brown unbeliebt wie niePopularität im freien Fall
85 Prozent der Befragten sagten, Brown habe seinen Job als Regierungschef schlechter gemacht als erwartet, nur 8 Prozent meinten das Gegenteil.
Knapp ein Jahr nach seinem Amtsantritt ist der britische Premierminister Gordon Brown mit seiner Labour-Regierung im Umfragetief. Nur noch 26 Prozent der Wähler unterstützen die Labour-Partei, während die konservativen Tories auf 49 Prozent Zustimmung kommen. Dies berichtet die "Mail on Sunday" unter Berufung auf eine Umfrage des Instituts BPIX, das 2385 Wähler befragte. Am kommenden Freitag ist Brown genau ein Jahr im Amt. Er hatte Tony Blair in der laufenden Legislaturperiode abgelöst.
85 Prozent der Befragten sagten, Brown habe seinen Job als Regierungschef schlechter gemacht als erwartet, nur 8 Prozent meinten das Gegenteil. Oppositionsführer und Tory-Chef David Cameron überzeugte hingegen 55 Prozent der Befragten, nur 27 Prozent zeigten sich von ihm enttäuscht. Über die Hälfte (53 Prozent) wünschten sich, Blair wäre weiterhin Premierminister. Dass Labour bei der nächsten Wahl mit einem neuen Vorsitzenden mehr Chancen hätte, meinen 47 Prozent; 36 Prozent glauben nicht daran.
Labour hatte zuletzt die Kommunalwahlen verloren und musste auch das Bürgermeisteramt in London an die Tories abgeben. Die Durchsetzung einer umstrittenen Verschärfung der Anti-Terror-Gesetze und die Unterstützung des EU-Reformvertrages trotz des Nein der Iren hatte Brown zuletzt weitere Kritik eingebracht.