Politik
Poroschenko.
Poroschenko.(Foto: picture alliance / dpa)

Kampf gegen Separatisten: Poroschenko kündigt Waffenruhe auf

Der ukrainische Poroschenko lässt sich doch nicht auf eine Verlängerung der Waffenruhe mit den prorussischen Separatisten ein. Er kündigt die Feuerpause im Osten des Landes auf.

Die ukrainische Regierung verlängert die Waffenruhe im Osten des Landes trotz internationalen Drucks nicht. Dies gab Präsident Petro Poroschenko am Montagabend in Kiew bekannt. Nach Ablauf der Waffenruhe für die Ostukraine hatte er über eine Verlängerung der Frist beraten. Der Staatschef sei am Abend in Kiew mit Sicherheitsexperten zusammengekommen, berichteten Medien aus der früheren Sowjetrepublik. Beobachter sprachen von intensiven und harten Gesprächen im Präsidialamt.

Die Feuerpause im Kampf zwischen Regierungseinheiten und prorussischen Separatisten war um 21Uhr MESZ ausgelaufen. Vor dem Präsidialamt forderten Demonstranten Poroschenko auf, die Waffenruhe nicht zu verlängern und stattdessen mit Härte gegen die bewaffneten Aufständischen vorzugehen. "Tod den Okkupanten", riefen sie in Sprechchören.

Hingegen hatte sich der russische Präsident Wladimir Putin zuvor mehrfach für eine Verlängerung der Feuerpause ausgesprochen. Die Waffenruhe war aber stets brüchig gewesen. Allein während der etwa zehntägigen Feuerpause seien mindestens 27 Soldaten ums Leben gekommen, teilte das Außenministerium in Kiew mit.

Aus der Ostukraine wurden am Abend vereinzelte Gefechte gemeldet. Bei Kramatorsk habe die Armee das Feuer auf Stellungen der "Volkswehr" eröffnet, teilten die militanten Gruppen mit. Sie sprachen von mehreren Verletzten. Der Separatistenanführer Miroslaw Rudenko forderte von der Führung in Kiew einen Dialog. "Stattdessen geht die Armee mit Unterstützung des Westens in einer Anti-Terror-Offensive gegen uns vor - trotz Waffenpause", sagte Rudenko in Donezk.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen