Politik

Ansprache auf Kremlgelände: Putin würdigt russische Soldaten

Der Kampf gegen Terrorismus ist für Wladimir Putin das Hauptthema in seiner Neujahrsansprache. Nach Ansicht des russischen Präsidenten verteidigen die Soldaten die nationalen Interessen in entfernteren Regionen.

Wladimir Putin (Archivbild) zieht den Bogen zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges.
Wladimir Putin (Archivbild) zieht den Bogen zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges.(Foto: imago/ITAR-TASS)

Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine traditionelle Neujahrsansprache zu einem Appell im Kampf gegen den internationalen Terrorismus genutzt. Er gedenke in der Silvesternacht besonders jenen russischen Soldaten, die die nationalen Interessen des Landes in entfernteren Regionen verteidigen, sagte Putin in der vom Staatsfernsehen ausgestrahlten Rede.

Die Militärangehörigen zeigten im Kampf gegen den Terrorismus Entschlossenheit und einen festen Charakter, betonte das Staatsoberhaupt. Putin erinnerte daran, dass Russland 2015 des 70. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs gedacht habe. Der damalige Sieg der Väter und Großväter sei "ein großes Beispiel".

Bei seiner gut dreiminütigen Rede steht Putin in Wintermantel und mit violetter Krawatte auf dem Gelände des Kremls. Im Hintergrund ist einer der Türme des Areals zu sehen. Auf der Spitze leuchtet ein roter Stern vor dunklem Himmel, es schneit leicht. Der Clip endet mit zwölf Glockenschlägen der Uhr am Spasski-Turm und der Nationalhymne.

Als erster Kremlchef hatte sich KPdSU-Generalsekretär Leonid Breschnew 1970 mit einer Neujahrsansprache an das sowjetische Volk gewandt. Putin hatte nach seiner ersten Rede 1999 die TV-Aufzeichnung vom Schreibtisch nach draußen verlegt.

Mehrere Neujahrsschreiben

Putin hat zudem in Neujahrsschreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel und an US-Präsident Barack Obama den Wunsch Moskaus nach einem konstruktiven Dialog bekräftigt. Die Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland habe entscheidende Bedeutung für die Sicherheit Europas, schrieb das Staatsoberhaupt an Merkel.

In einem Telegramm an Obama betonte Putin, dass Russland und die USA gemeinsam neuen Gefahren trotzen könnten. Die Konflikte in Syrien und der Ukraine erwähnte er nicht. Der russische Präsident habe zahlreiche weitere Schreiben versandt, etwa an die ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder und Helmut Kohl, teilte der Kreml mit.

Quelle: n-tv.de

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