Kann er wirklich Kanzlerduell?Raab schmiert kräftig ab

Ob er ein Kanzlerduell moderieren wird, steht noch völlig in den Sternen. Klar ist: Stefan Raab übt sich im Politik-Talk. Das Problem dabei: Immer weniger wollen ihn sehen. Die zweite Ausgabe seiner Sendung "Absolute Mehrheit" fällt beim Publikum so richtig durch.
Entertainer Stefan Raab, der seit einiger Zeit als Moderator für ein Rededuell zwischen den Kanzlerkandidaten Angela Merkel und Peer Steinbrück im Gespräch ist, muss bei seiner Polit-Show "Absolute Mehrheit" auf ProSieben ein Quoten-Desaster hinnehmen. Kam die erste Ausgabe der Sendung noch auf 11,6 Prozent Marktanteil, halbierte sich der Wert bei der zweiten auf nur noch 5,2 Prozent. Sicher kein gutes Zeichen für den Allzweck-Moderator.
Nur noch 800.000 Zuschauer wollten Raab über die Frauenquote, die "Tugend-Republik" und die Mietexplosion talken sehen. Die Gäste in der von der Fachpresse als eher langweilig eingeordneten Sendung waren die stellvertretende CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär, die FDP-Politikerin und brandenburgische Landtagsabgeordnete Linda Teuteberg, die Grünen-Bundestagsabgeordnete Katja Dörner und die Linken-Bundestagsabgeordnete Yvonne Ploetz. Zudem nahm der Musiker Olli Schulz Platz.
Spitzenpolitiker meiden zurzeit die Sendung. Ihnen ist das Ambiente zwischen Klamauk und Ernsthaftigkeit wohl zu heikel. Kanzlerduellmoderationsbewerber Raab gab sich diesmal ungewöhnlich zahm. Pointentechnisch beschränkte er sich auf einige wenige auswendig gelernte Kalauer, die nicht hinauskamen über: "Wir haben uns überlegt, ob wir heute Abend über das Thema Pferdefleisch diskutieren wollen, aber ich wollte mich nicht vergaloppieren."
Ob der Flop der Show ein Maßstab für die Moderation eines Kanzlerduells ist, wird in den nächsten Tagen sicherlich diskutiert. Eine Emnid-Umfrage zeigt derweil: Die Mehrheit der Deutschen will kein Duell mit Moderator Raab. 61 Prozent sind dagegen.