Geheime Mission für US-LuftwaffeRaumschiff ins All geschossen
Bereits zum zweiten Mal schießt die US-Luftwaffe eine unbemannte Raumfähre ins All. Die Mission ist streng geheim. Nur so viel ist klar: Die Testflüge sollen bei der Entwicklung von Kampfflugzeugen helfen.
Die US-Luftwaffe hat zum zweiten Mal ein eigenes Raumschiff ins All geschossen. Die Trägerrakete mit der unbemannten Raumfähre vom Typ X-37B sei erfolgreich vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet, teilte der US-Konzern Boeing mit, der das Testfahrzeug gebaut hatte. Den genauen Zweck des "Space Plane", das wie eine kleine Variante des zivilen Space Shuttles aussieht, hält das US-Militär weitgehend geheim.
Im April vergangenen Jahres war erstmals eine gestartet. Nach rund acht Monaten im All war das Raumschiff selbstständig auf die US-Militärbasis Vandenberg zurückgekehrt. "Dies war ein historischer Moment im Dezember, als die X-37B als erstes unbemanntes Fahrzeug auf die Erde zurückkehrte", sagte der Vizepräsident des Raumfahrtprogramms von Boeing, Craig Cooning.
Das "Space Plane" hat eine Länge von 8,90 Metern und eine Spannweite von 4,50 Metern. Im Weltraum wird es durch Solarzellen und Lithium-Ionen-Batterien angetrieben. Das Projekt war 1999 zunächst von der zivilen Raumfahrtbehörde NASA gestartet worden, später übernahmen die Streitkräfte die Entwicklung des Raumschiffs.
Die Kosten werden auf mehrere hundert Millionen Dollar geschätzt. Nach Angaben des Militärs sollen die Testflüge bei der Entwicklung von Kampfflugzeugen helfen.