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Iranische Journalisten analysieren die ersten Zahlen.
Iranische Journalisten analysieren die ersten Zahlen.(Foto: AP)

Rückenwind für Ruhani: Reformer führen bei Iran-Wahlen

Noch ist der Ausgang der Wahlen im Iran offen. Aber für die Reformer sieht es gut aus. Im Expertenrat sind sie vorne. Hinsichtlich der Parlamentswahl weisen die Zahlen für Teheran auf einen überwältigenden Sieg der Reformkräfte hin.

Die iranischen Reformer dürfen hoffen. Bei der Wahl zum Expertenrat, dem wichtigsten religiösen Gremium des Landes, liegen die beiden Spitzenkandidaten der Reformer klar vor den Hardlinern. Nach Mitteilung des Innenministeriums führen der ehemalige Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani und Präsident Hassan Ruhani in der Liste für die Hauptstadt Teheran. Das Top-Trio der Hardliner mit den Ajatollahs Ahmad Dschannati, Mohammed Jasdi und Mesbah Jasdi liege abgeschlagen auf den Plätzen 10, 12 und 16.

In Teheran werden 16 Kleriker für den Expertenrat gewählt, der für die Ernennung des obersten Führers des Staates zuständig ist. Der Rat mit 88 Mitgliedern befasst sich zwar nicht mit aktuellen politischen Themen, aber ein Sieg von Rafsandschani und Ruhani würde den Einfluss des erzkonservativen Klerus im Lande stark reduzieren.

Bei der Auswertung der Parlamentswahl vom Freitag sah es für die Reformer nach Medienberichten auch gut aus. Erste Auszählungen weisen in der Hauptstadt Teheran auf einen überwältigen Erfolg der Reformer hin. Demnach kommen die Reformer auf 29 der 30 Sitze, die für Teheran bei der Wahl reserviert sind. Einen Sitz konnte ein Hardliner erringen.

Wahlbeteiligung bei 60 Prozent

Präsident Hassan Ruhani äußerte sich Vormittag erfreut über die hohe Beteiligung an der Parlamentswahl. "Das Interesse war so groß, dass die Abstimmung bis Mitternacht verlängert werden musste", sagte er. Wahlen seien eine Grundlage für Demokratie, und Demokratie sei notwendig, um den Iran der Außenwelt näher zu bringen.

Nach Angaben des Innenministeriums nahmen 33 von 55 Millionen wahlberechtigten Iranern an der Parlamentswahl teil. Damit lag die Wahlbeteiligung bei 60 Prozent und konnte die vom Innenministerium erhoffte 70-Prozent-Marke nicht erreichen. Es gab erste Ergebnisse aus kleineren Wahlbezirken, aber noch keine aussagefähigen Ergebnisse aus den Großstädten. In einigen Städten dürfte es nach Angaben des Ministeriums zu Stichwahlen kommen, weil kein Kandidat mindestens 25 Prozent der Stimmen erhielt.

Quelle: n-tv.de

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