Politik

Missbrauch in australischer Armee: Regierung entschuldigt sich

Das Grauen ist festgehalten: 1.500 Seiten berichten über mehr als 700 Missbrauchsfälle an minderjährigen Rekruten. Frauen und Männer werden seit den 1950er Jahren in der australischen Armee Opfer von Übergriffen.

Missbrauchsfälle in der australischen Armee aufgedeckt.
Missbrauchsfälle in der australischen Armee aufgedeckt.(Foto: REUTERS)

Der australische Verteidigungsminister Stephan Smith hat sich offiziell vor dem Parlament in Canberra für massenhaften Missbrauch in den Streitkräften des Landes entschuldigt. Die Vorkommnisse seien "nicht akzeptabel und entsprechen nicht den Werten einer modernen, pluralistischen und toleranten australischen Gesellschaft."

Smith kündigte einen Fond für Betroffene an. Sie sollen mit bis zu 50.000 australische Dollar (rund 40.000 Euro) entschädigt werden. Insgesamt wurden bis zu 800 Missbrauchsfälle bekannt, die bis in die frühen 1950er Jahre zurückgreifen. Betroffen von den Übergriffen sind sowohl Frauen als auch Männer.

Aufgedeckt wurde die Missbrauchsserie im vergangenen Jahr nach dem sogenannten "Skype-Skandal". Ein Rekrut hatte sich und eine junge Kameradin beim Sex gefilmt und das ohne ihr Wissen online in einen anderen Raum übertragen, wo andere Rekruten zusahen.

Quelle: n-tv.de

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