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Polizeipatrouille in Birma
Polizeipatrouille in Birma(Foto: AP)

Unruhen in Birma: Regime droht mit Gewalt

Der Demokratisierungsprozess in Birma droht durch einen Konflikt zwischen Buddhisten und Muslimen ins Stocken zu geraten. Der Staatspräsident droht mit Gewalt, sollten die Kämpfe nicht aufhören.

Angesichts der ethnischen Unruhen in Birma hat Präsident Thein Sein zur Ruhe aufgerufen, zugleich aber mit staatlicher Gewalt gedroht. Die Aufwiegler und Gewaltakteure seien "politische Opportunisten und religiöse Extremisten", die Hass sähen wollten, sagte der Staatschef im Staatsfernsehen.

Deren Versuche, die "ehrenwerten Lehren der Religionen für ihre Zwecke auszubeuten" würden "nicht hingenommen". "Ich werde nicht zögern, als letztes Mittel zur Gewalt zu greifen, um Leben und Besitz zu schützen", kündigte der frühere Junta-General an.

Die Unruhen zwischen Buddhisten und Muslimen waren vor einer Woche in der zentralbirmanischen Stadt Meiktila entflammt. Ganze Stadtviertel und mehrere Moscheen gingen dort in Flammen auf. Mehr als 12.000 Menschen flohen nach UN-Angaben aus der Stadt, über die der Ausnahmezustand verhängt wurde. Am vergangenen Samstag übernahm die birmanische Armee dann die Kontrolle über Meiktila. Insgesamt wurden bislang 40 Menschen getötet.

Die Spannungen zwischen der buddhistischen Mehrheit und der muslimischen Minderheit in Birma waren während der jahrzehntelangen Militärdiktatur unterdrückt worden. Es besteht nun die Befürchtung, dass die Unruhen im Zuge der Demokratisierung des Landes zunehmen könnten.

Quelle: n-tv.de

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