Politik

Garantie lässt das Plus schmelzenRenten steigen um ein Prozent

13.04.2011, 11:09 Uhr

Die Renten werden erhöht - aber nicht so stark wie rein rechnerisch möglich. Grund ist der vorangegangene Verzicht auf Kürzungen, die sogenannte Rentengarantie. Der einprozentige Zuschlag zum 1. Juli gleicht aber die Inflation nicht aus.

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Auf dem Berliner Kongress "Zukunftsmarkt" wurde der Entwurf einer neuen Rentenformel präsentiert. (Foto: picture alliance / dpa)

Die Altersbezüge der 20 Millionen Rentner in Deutschland steigen zum 1. Juli dieses Jahres um knapp ein Prozent. Das Bundeskabinett billigte die geplante Erhöhung um 0,99 Prozent. Die Rentner profitieren demnach von den 2010 gestiegenen Löhnen und Gehältern.

2011 ist allerdings das erste Jahr, in dem wegen der im Vorjahr wirksam gewordenen Rentengarantie die Steigerung der Altersbezüge gekappt wird. Die Rentengarantie besagt, dass auf eine Kürzung der Altersbezüge verzichtet wird, auch wenn sich eine solche aus der Lohnentwicklung ergäbe. Zur Kompensation werden anstehende Rentensteigerungen in den Folgejahren halbiert.

Hätte die Rentengarantie im vergangenen Jahr nicht gegriffen, wären die Altersbezüge in diesem Jahr um knapp zwei Prozent gestiegen.

Grundlage der Rentenanpassung ist die Lohnentwicklung des vergangenen Jahres. Sie fiel mit plus 3,10 Prozent im Westen und 2,55 Prozent in Ostdeutschland recht kräftig aus. Allerdings sorgen Dämpfungsfaktoren dafür, dass die errechneten Werte für die Rente um 1,1 Prozentpunkte auf 1,99 Prozent nach unten korrigiert werden. Der verbleibende Rest wurde dann noch halbiert.

In Ostdeutschland wäre dabei laut Ministerium sogar nur eine Rentenerhöhung von 0,71 Prozent herausgekommen. Aufgrund einer besonderen Schutzklausel Ost müssen die Renten in den neuen Ländern aber mindestens um denselben Prozentsatz steigen wie im Westen.

Quelle: dpa