In Zeiten des Wirtschaftsbooms: Rentenbeträge könnten sinken
Im kommenden Jahr könnten Rentner und Beitragszahler gleichermaßen von der guten wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland profitieren. Die Renten werden erhöht, die Beträge könnten sinken. Nach Angaben der Versicherer steigen die Rücklagen kräftig an, so dass die Überschüsse weitergegeben werden könnten.
Die Rücklagen der Rentenversicherungfüllen sich so rasch, dass der Beitragssatz voraussichtlich schon im kommenden Jahrleicht sinken kann. Auf der Grundlage der Wirtschaftsannahmen der Bundesregierungsei eine Verringerung von 19,9 auf 19,8 Prozent des Bruttolohns möglich, teiltedie Deutsche Rentenversicherung Bund mit. Auch die Renten könnten zum 1. Juli 2012wieder leicht steigen. Unter den aktuellen Annahmen sei rechnerisch eine Rentenerhöhungim nächsten Jahr um rund 1,3 Prozent möglich, erklärte die Vorsitzende des Bundesvorstandesder Rentenversicherung, das DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Für diesesJahr hatte die Regierung eine Rentenerhöhung um ein Prozent beschlossen.
Die Rentenfinanzen entwickelnsind dank der guten Konjunktur und Beschäftigung besser als erwartet. Im vorigenJahr seien die Rücklagen um 2,1 Milliarden Euro auf 18,6 Milliarden Euro gestiegen.Dies habe sich in den ersten Monaten dieses Jahres mit einem Anstieg der Einnahmenaus Pflichtbeiträgen um 4,4 Prozent fortgesetzt. Derzeit werde zum Jahresende miteinem Überschuss von etwa zwei Milliarden Euro gerechnet.
Angleichung derOst-Renten wäre von Nachteil
Bundeskanzlerin Angela Merkel(CDU) hatte sich unlängst gegen eine voreilige Angleichung der Rentensysteme inOst- und Westdeutschland ausgesprochen. Es dürfe "keine Regelung geben, beider der Ost-Rentner der Zukunft weniger hat als der Ost-Rentner von heute",sagte die Kanzlerin. "Genau das aber könnte passieren, wenn man die Rentensystemejetzt vorschnell angleichen würde." Sie fügte hinzu: "Wir arbeiten aneiner gerechten Lösung."
Quelle: n-tv.de

