Suche
hier klicken, um den Ort für die Startseite festzulegen
Berlin
17
MO 13° / 24°
DI 12° / 21°
Politik

Mittwoch, 19. November 2008

Beitragssenkung St. Nimmerlein: Rentenversicherung bleibt teuer

Die Rentenbeiträge können nach Einschätzung der Bundesregierung frühestens 2012 vorübergehend gesenkt werden. Ab 2018 wird der Beitragssatz aber voraussichtlich wieder deutlich steigen und dann erstmals über 20 Prozent liegen. Das geht aus dem Rentenversicherungsbericht des Sozialministeriums hervor.

Die ursprünglich schon 2011 geplante Beitragssenkung muss wegen der außerplanmäßigen Erhöhung der Altersbezüge in diesem und dem nächsten Jahr verschoben werden. Der Beitragssatz soll nun 2012 auf 19,2 von derzeit 19,9 Prozent fallen. Ab 2018 erwartet Sozialminister Olaf Scholz bereits wieder einen Anstieg auf 19,7 Prozent, ein Jahr später auf 20 Prozent und 2021 auf 20,2 Prozent. Der Lebensstandard des Erwerbslebens wird dann aber nur noch zu 46 Prozent durch die gesetzliche Rente gesichert, während sie dies heute noch zu gut 50 Prozent gewährleistet.

Der Rentenbeitragssatz war erst vor knapp Jahren von 19,5 Prozent heraufgesetzt worden. Seither steigt der Überschuss in der Rentenversicherung wieder kontinuierlich, in diesem Jahr wegen der guten Konjunktur und entsprechend höherer Einnahmen um vier Milliarden auf 15,7 Milliarden Euro, was knapp einer Monatsrente entspricht. Für eine Beitragssenkung sind 1,5 Monatsrenten Reserve notwendig.

Dem Kabinett lag auch der bereits bekannte Entwurf für den Existenzminimumsbericht vor. Er sieht einen Anstieg der Kinderfreibeträge auf 6024 von 5808 Euro vor. Parallel dazu soll das Kindergeld für die beiden ersten Kinder wie geplant um jeweils zehn auf 164 Euro steigen. Ab dem dritten Kind gibt es 16 Euro mehr im Monat.

Artikel versenden

Beitragssenkung St. Nimmerlein: Rentenversicherung bleibt teuer

Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.