Donnerstag, 05. November 2009
Trübe Aussichten : Rentner werden immer ärmer
Immer mehr Rentner sind für ihren Lebensunterhalt auf staatliche Hilfe angewiesen. Zum Jahresende 2008 erhielten etwa 768.000 Menschen Grundsicherung im Alter und bei Berufsunfähigkeit,
Immer mehr Menschen werden im Alter in die Hilfsbedürftigkeit getrieben.
Das sind 35.000 mehr als im Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt mit. Allein 410.000 Rentner erhalten Geld vom Staat, weil ihre Rente nicht ausreicht. Damit sind derzeit 2,5 Prozent aller Rentner von Altersarmut betroffen.
Ihre Zahl dürfte in den kommenden Jahren weiter steigen, weil immer weniger Menschen ihr ganzes Leben lang Vollzeit arbeiten. Viele sind stattdessen etwa zeitweise arbeitslos oder haben nur Teilzeit- oder Minijobs. Sie sammeln daher nicht mehr so hohe Rentenansprüche an, dass sie davon leben können.
Mehr Frauen betroffen
Dazu kommt, dass die staatlichen Leistungen bei Berufsunfähigkeit vor einigen Jahren stark eingeschränkt wurden. Das treibt zunehmend Männer in die Hilfsbedürftigkeit: Ihre Zahl stieg 2008 deutlich stärker als die der Frauen. Trotzdem sind immer noch überwiegend Frauen auf die Grundsicherung im Alter oder bei Berufsunfähigkeit angewiesen. In Westdeutschland wurden die Leistungen zudem häufiger in Anspruch genommen als im Osten.
Die Kommunen und die überörtlichen Träger für die Leistungen gaben 2008 etwa 3,8 Milliarden Euro für die Grundsicherung aus. Das entspricht ungefähr einem Fünftel aller Sozialausgaben. Seit Einführung der Leistungen hätten sich die Ausgaben nahezu verdreifacht, teilten die Statistiker mit.
rts
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