Samstag, 01. April 2006
"Tausende taktische Fehler": Rices Erkenntnis zum Irak
US-Außenministerin Condoleezza Rice hat zahllose Fehler ihres Landes im Irak eingeräumt, den Einmarsch in den Irak aber gerechtfertigt.
""Ja, ich weiß, dass wir taktische Fehler gemacht haben, tausende taktische Fehler", sagte Rice am Freitag im britischen Blackburn auf die Frage, welche Lehren seit dem Einmarsch in den Irak 2003 gezogen werden könnten. "Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es (der Einmarsch) die richtige strategische Entscheidung war, denn Saddam (Hussein) war lange genug eine Bedrohung für die internationale Staatengemeinschaft", fügte sie hinzu.
Rice ist auf Einladung des britischen Außenministers Jack Straw in dessen Heimatstadt Blackburn. Dabei sah sie sich dem Protest hunderter Menschen ausgesetzt, die gegen die US-Außenpolitik demonstrierten. "Die moslemische Bevölkerung ist sehr verärgert. Sie ist in Blackburn nicht willkommen", sagte ein Demonstrant. "Wie viele Leben für eine Gallone Benzin", war auf einem der Protestplakate zu lesen, offenbar in Anspielung auf Spekulationen, die USA würden den Irak-Krieg auch wegen der Öl-Vorkommen des Landes führen.
Am Samstag ist ein Gespräch der Ministerin mit Mitgliedern der moslemischen Gemeinde in Blackburn geplant.
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