Vergangenheit und Zukunft: Windräder vor den Kühltürmen des Vattenfall-Braunkohlekraftwerks im brandenburgischen Jänschwalde.
(Foto: dpa)
Mittwoch, 28. Juli 2010
Erneuerbar bis 2050: Röttgen will Windkraft anschieben
Mit Bürgschaften will Bundesumweltminister Röttgen bis Ende 2011 "feste Investitionsentscheidungen für zehn Windparks in Nord- und Ostsee" erreichen. Bis 2050 erwartet er eine nahezu vollständige Stromversorgung durch erneuerbare Energien.Beim Ausbau der erneuerbaren Energien will Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) die Windkraft stärker als bislang fördern. Er wolle Investitionen in Windkraftanlagen auf See und auf dem Land erleichtern, sagte Röttgen dem "Hamburger Abendblatt".
Dies solle "für die Planung und den Bau der Anlagen, über die Förderung der Einspeisung des Stroms, bis hin zum Netzausbau auf hoher See und der Netzanbindung auf dem Land" gelten. Für den Ausbau von Windkraftanlagen vor der Küste kündigte der Minister staatliche Fördermittel an: "Ich werde mich für Bürgschaften einsetzen, die von Offshore-Windenergie-Unternehmen beantragt werden können."
Röttgen gab das Ziel vor, "bis Ende 2011 feste Investitionsentscheidungen für zehn Windparks in Nord- und Ostsee" zu erreichen. "Das wird bei der Offshore-Energie eine richtige Eigendynamik auslösen", fügte der Minister hinzu. Er verwies zudem auf das Ziel, in zehn Jahren mehr als 10.000 Megawatt und in 20 Jahren mehr als 25.000 Megawatt Strom mit Offshore-Windenergieanlagen zu produzieren.
Der Umweltminister äußerte die Erwartung, "dass wir eine nahezu vollständige Stromversorgung durch erneuerbare Energien bis 2050 erreichen können". Das "Rückgrat" dieser Entwicklung werde mit einem Anteil von rund 50 Prozent die Windenergie an Land und vor der Küste sein.
AFP
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