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Die Polizei in Thüringen prüft einen fremdenfeindlichen Hintergrund.
Die Polizei in Thüringen prüft einen fremdenfeindlichen Hintergrund.(Foto: picture alliance / dpa)

Anschlag in Eisenach: Rohrbombe vor Flüchtlingshaus gezündet

In Thüringen detoniert eine Rohrbombe vor einem Haus, in dem syrische Kriegsflüchtlinge wohnen. Schäden verursacht der Sprengsatz nicht. Auch aus NRW wird ein fremdenfeindlicher Vorfall gemeldet: Vor einer Moschee liegen Schweinefüße.

Im thüringischen Eisenach ist vor einem Wohnhaus für Flüchtlinge eine Rohrbombe gezündet worden. Auf dem selbst gebauten Zündsatz in der Größe von 40 mal 8 Zentimeter sei ein Hakenkreuz gewesen, teilte die Polizei mit. In dem Wohnhaus waren demnach syrische Flüchtlinge untergebracht. Laut Polizei wurde niemand verletzt. Auch das Gebäude sei durch die Detonation nicht beschädigt worden.

Der Vorfall wurde der Polizei am Samstagabend gemeldet, er ereignete sich jedoch bereits in der Nacht zum 4. März. Die Kriminalpolizei ermittelt nun und prüft einen fremdenfeindlichen Hintergrund. In Deutschland gab es in den vergangenen Monaten immer wieder fremdenfeindliche Angriffe auf Asylbewerber und deren Unterkünfte.

Auch Moscheen geraten in den Fokus der Fremdenfeinde: Besucher einer Gelsenkirchener Moschee entdeckten am Samstagmorgen vor dem Gotteshaus Schweinefüße, -knochen und -ohren, wie die Polizei berichtete. Der Staatsschutz ermittelt, bis zum Sonntag fehlte aber nach Angaben der Polizei von den Tätern oder dem Täter jede Spur.

Muslime betrachten Schweine als unrein und essen das Fleisch nicht. Deshalb gilt die Tat als Beleidigung. Immer wieder berichtet die Polizei über ähnliche, offensichtlich fremdenfeindliche Aktionen. Ende Februar sorgte der Fund eines toten Schweins für Entsetzen, das auf dem Baugelände einer Moschee in Leipzig abgelegt wurde. Ende Dezember hatten Unbekannte in Berlin ein Paket mit einer Schweinekopfhälfte an eine Moschee geschickt.

Quelle: n-tv.de

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