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Eine Helferin verteilt in einer Erstaufnahmestelle bei Hamburg Feldbetten, Campingmatratzen und Schlafsäcke.
Eine Helferin verteilt in einer Erstaufnahmestelle bei Hamburg Feldbetten, Campingmatratzen und Schlafsäcke.(Foto: picture alliance / dpa)

Engagement für Flüchtlinge: Rotes Kreuz braucht noch mehr Helfer

Schon jetzt kümmern sich 25.000 ehren- und hauptamtliche Helfer des DRK um die Menschen in den Flüchtlingsheimen - doch auch das wird auf Dauer nicht genug sein. DRK-Chef Rudolf Seiters fordert deshalb mehr Unterstützung von den Ländern.

Im Frühjahr und Sommer wird das Deutsche Rote Kreuz nach Angaben von DRK-Präsident Rudolf Seiters weitere ehrenamtliche Helfer benötigen, um die Flüchtlinge versorgen zu können. "Wir wissen nicht, wie sich die Situation im einzelnen entwickeln wird", sagte Seiters. "Wir bereiten uns darauf vor, dass wir nicht nur in diesem großen Ausmaß helfen müssen wie bisher, sondern, dass wir künftig auch zusätzliche Helferinnen und Helfer brauchen." Seiters zufolge hat das DRK derzeit mehr als 25.000 Ehren- und Hauptamtliche in der Flüchtlingshilfe im Einsatz.

DRK-Präsident Rudolf Seiters.
DRK-Präsident Rudolf Seiters.(Foto: dpa)

490 Notunterkünfte betreibt die Organisation in Deutschland, in denen derzeit rund 141.000 Menschen betreut werden. Kapazitäten gebe es aber für 160.000 Flüchtlinge. Auch in den Warteräumen in Erding und Feldkirchen - in denen die Flüchtlinge untergebracht sind, bevor sie auf die Bundesländer verteilt werden - sei die volle Aufnahmekapazität sichergestellt.

Dennoch forderte der DRK-Präsident von den Ländern mehr Unterstützung für die freiwilligen Helfer. Das Rote Kreuz wolle dies zwar nicht generell für seine Einsätze erreichen, "aber bei einer so exorbitanten Situation, wo über viele, viele Monate unsere Helfer gefordert sind, erwarten wir von den Bundesländern, dass man prüft, welche Erleichterungen man schaffen kann".

DRK-Chef kritisiert EU-Flüchtlingspolitik

Wie auch beim Technischen Hilfswerk (THW) und der freiwilligen Feuerwehr könne etwa die Freistellung am Arbeitsplatz und eine Lohnfortzahlung eine Lösung sein, sagte Seiters. Derzeit gebe es aber noch nicht viel Bewegung in der Politik. "Wir sind noch immer auf die Bereitschaft der Arbeitgeber angewiesen, Helfer freizustellen."

Zudem kritisierte der DRK-Präsident die jüngsten Vereinbarungen zwischen der EU und der Türkei. Asylsuchende lediglich in die Türkei zurückzubringen, reiche nicht für die Bewältigung der Flüchtlingskrise aus. "Es muss eine gesamteuropäische Antwort da sein", sagte Seiters. Es gehe darum, geordnete und legale Zugangswege für Flüchtlinge zu schaffen und insbesondere Griechenland und Italien zu helfen. "Wir hoffen natürlich alle, dass die Europäische Gemeinschaft endlich zu einer Gesamtlösung kommt."

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Quelle: n-tv.de

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