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Marco Rubio ist der strahlende Sieger von Puerto Rico - aber entscheidend wird sein Abschneiden in Florida sein.
Marco Rubio ist der strahlende Sieger von Puerto Rico - aber entscheidend wird sein Abschneiden in Florida sein.(Foto: REUTERS)

Haushoher Sieg in Puerto Rico: Rubio gewinnt zweite Vorwahl

Er kann doch noch siegen: Marco Rubio fährt im Rennen um die Kandidatur für die US-Präsidentschaft einen Sieg ein - er gewinnt in Puerto Rico. Er soll trotzdem endlich aufgeben, fordern seine Konkurrenten.

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Marco Rubio hat Hochrechnungen zufolge die Vorwahlen seiner Partei im US-Territorium Puerto Rico gewonnen. Der Senator aus Florida kam nach Auszählung von rund einem Viertel der Stimmen am Sonntag auf fast 75 Prozent, wie die TV-Sender CNN und NBC berichteten. Es wäre allerdings erst sein zweiter Sieg.

Der konservative Politiker aus der Minderheit der Hispanics liegt damit deutlich hinter dem umstrittenen Immobilien-Milliardär Donald Trump und dem texanischen Senator Ted Cruz. Die beiden Rivalen errangen am Wochenende weitere Siege in jeweils zwei US-Bundesstaaten. Die nächsten Vorwahlen finden am Dienstag statt.

Trump hat bis zum Sonntag in insgesamt zwölf Bundesstaaten gewonnen, Cruz in sechs. Viel wird bei den Republikanern davon abhängen, wie lange Rubio und Ohios Gouverneur John Kasich noch durchhalten. Beide müssen unbedingt am 15. März in ihren Heimatstaaten gewinnen.

Rubio soll aufgeben, fordern Trump und Cruz

Kasich hat bisher noch keine Vorwahl gewonnen, Rubio holte bisher lediglich Minnesota und Puerto Rico. Auch in Florida sieht es nicht gut für ihn aus: Trump hat in Umfragen einen zweistelligen Vorsprung. Das bisher schlechte Abschneiden des Senators stürzt das Partei-Estabslishment in ein Dilemma. Es will weder Trump noch Cruz als Spitzenkandidaten.

Cruz appellierte an seine beiden Konkurrenten, sich aus dem Rennen zurückzuziehen. "Das Feld muss sich weiter verkleinern. Solange das Feld weiter geteilt ist, hat Donald einen Vorsprung", sagte der erzkonservative Senator aus Texas. Auch Trump rief Rubio dazu auf, seinen Wahlkampf zu beenden. "Ich denke, es ist Zeit, dass er sich verabschiedet", sagte er in Florida.

Bei den Demokraten führt die frühere Außenministerin Hillary Clinton deutlich vor Bernie Sanders, dem Senator aus Vermont. Clinton gewann am Wochenende in Louisiana, Sanders dagegen in Kansas und Nebraska und Maine. Die Vorentscheidung dürfte in beiden Parteien am 15. März fallen. Dann geht es um die Schlüsselstaaten Florida und Ohio sowie Illinois, Missouri und North Carolina.

Quelle: n-tv.de

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