Politik
Die Wahlbeteiligung im Iran war hoch.
Die Wahlbeteiligung im Iran war hoch.(Foto: imago/UPI Photo)
Samstag, 20. Mai 2017

Präsidentschaftswahl im Iran: Ruhani führt offenbar deutlich

Der Iran bleibt anscheinend auf seinem Reformkurs. Einem Insider zufolge liegt Amtsinhaber Ruhani bei der Präsidentschaftswahl deutlich vor seinem erzkonservativen Herausforderer in Führung.

Bei der iranischen Präsidentenwahl liegt Amtsinhaber Hassan Ruhani offenbar deutlich in Führung. Nach Auszählung von 37 Millionen Stimmen komme Ruhani auf 21,6 Millionen, sagte ein Insider aus der Islamischen Republik am Samstag.

So hoch, dass sich vor den Wahllokalen lange Schlangen bildeten.
So hoch, dass sich vor den Wahllokalen lange Schlangen bildeten.(Foto: imago/UPI Photo)

Auf seinen erzkonservativen Rivalen Ebrahim Raissi entfielen demnach 14 Millionen. "Es ist gelaufen. Ruhani hat gewonnen", sagte der Insider. Demnach müssen noch etwa vier Millionen Stimmen ausgezählt werden. Ruhanis Stabschef Hamid Abutelebi erklärte auf Twitter, der Präsident komme auf 60 Prozent der Stimmen. Einen Beleg dafür gab es zunächst nicht.

Die Auszählung der Stimmen hatte sich aufgrund des großen Andrangs der Menschen verzögert. Nach Angaben des iranischen Innenministeriums gaben mehr als 40 Millionen Wähler ihre Stimme ab. Dies bedeute eine Wahlbeteiligung von rund 70 Prozent. Die Regierung hatte die Öffnungszeit der Wahllokale deswegen um mindestens fünf Stunden verlängert.

Viele Wähler sehen in der Abstimmung eine Schicksalsentscheidung. Es geht um die Fortsetzung der von  Ruhani verfolgten Reformpolitik, die den Iranern mehr Freiheit und eine Erholung der Wirtschaft bringen soll. Raissi ist dagegen ein enger Vertrauter des geistlichen und politischen Führers, Ajatollah Ali Chamenei. Nach Ansicht des Richters ist Ruhani in den vergangenen Jahren schon zu weit gegangen. So wurde unter der Präsidentschaft des 68-Jährigen das internationale Atomabkommen ausgehandelt.

Quelle: n-tv.de

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