Politik
Peer Steinbrück am Laptop: Dass er die Blogbeiträge selbst verfassen wird, ist eher unwahrscheinlich.
Peer Steinbrück am Laptop: Dass er die Blogbeiträge selbst verfassen wird, ist eher unwahrscheinlich.(Foto: picture alliance / dpa)

Nach dem Aus von peerblog.de: SPD bloggt jetzt selbst für Peer

Der peerblog ist tot, es lebe der peerblog. Nachdem ein inoffizielles Unterstützerprojekt im Netz nicht mehr existiert, schreibt der Kandidat jetzt selbst - oder zumindest seine Mitarbeiter. Ein von den Sozialdemokraten geplanter, bezahlter und abgesegneter Blog soll Steinbrück künftig im Kampf um die Kanzlerschaft begleiten.

Nach der Einstellung eines von Unternehmern finanzierten Unterstützerblogs für Peer Steinbrück bereitet die SPD laut Schatzmeisterin Barbara Hendricks nun einen eigenen Internet-Blog für ihren Kanzlerkandidaten vor. Parteichef Sigmar Gabriel versicherte, die SPD habe mit dem von einer Düsseldorfer Werbeagentur initiierten peerblog.de nichts zu tun gehabt. "Manchmal kann man sich gegen Freunde nicht wehren", sagte er.

Gabriel bezeichnete die ganze Debatte darüber "Moralin gesäuert". Er verwies darauf, dass es millionenschwere Initiativen gebe, bei denen die Unterstützer bis heute nicht bekannt seien. Als Beispiel nannte er die seit 2000 aktive "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft", die mit ihren neoliberalen Rezepten den Kurs von Union und FDP unterstütze.

Die Seite peerblog.de war nach Hackerangriffen vom Netz genommen worden, teilte der Betreiber, der Düsseldorfer Medienberater Karl-Heinz Steinkühler mit. Der frühere "Focus"-Redakteur wollte mit dem Portal nach Vorbild des US-Wahlkampfs für Steinbrück bloggen.

Laut "Spiegel" hatten fünf Unternehmer dafür eine sechsstellige Summe zur Verfügung gestellt. Die Spender blieben anonym, was von Union, Grünen, Linken und Anti-Korruptionsgruppen kritisiert wurde. Der Bundestag hatte eine Prüfung angekündigt.

Quelle: n-tv.de

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