Wissenschaftlich nachweisbar ist die Wirkung der kleinen Kügelchen nicht. Viele Patienten schwören dennoch auf ihre Globuli.
(Foto: picture alliance / dpa)
Donnerstag, 15. Juli 2010
Homöopathie soll bleiben: SPD pfeift Lauterbach zurück
Die SPD-Bundestagsfraktion hat nach den jüngsten innerparteilichen Diskussionen klargestellt, dass sie an Homöopathie als Wahlleistung der gesetzlichen Krankenkassen festhält.
Fraktionsvize Elke Ferner habe in einem Schreiben an ihre Fraktionskollegen den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach wegen dessen Vorstoß für ein Verbot von Homöopathie auf Kassenkosten in die Schranken gewiesen, berichtete die "Saarbrücker Zeitung". "Die SPD plant in diesem Bereich keine Änderungen", schreibt Ferner. Ihre Partei bekenne sich "ausdrücklich zu einem umfassenden Leistungskatalog" in der gesetzlichen Krankenversicherung.
"Wir werden keine Diskussion beginnen, die bei den Menschen die Angst auslöst, ihre umfassende medizinische Versorgung könnte gefährdet sein", so Ferner weiter. Jeder Patient habe das gute Recht, sich für oder gegen eine Behandlung mit homöopathischen Mitteln zu entscheiden. Lauterbach hatte vorgeschlagen, homöopathische Leistungen aus dem Katalog der Krankenkassen zu streichen, und damit eine Diskussion auch in der Koalition ausgelöst.
AFP
Hintergründe zur Nachricht
Politik
-
Schlag gegen Terror-Organisation
Eta-Anführer gehen ins Netz
-
Noch mehr Tote bei Massaker in Hula
UN-Sicherheitsrat verurteilt Syrien scharf
-
Parade in Moskau geplant
Polizei nimmt Homosexuelle fest
-
Entschädigung der Zwangsarbeiter
Seehofer macht Druck
-
Neue Lyrik über Griechenland
Spott ergießt sich über Grass
-
Wieder tote Zivilisten in Afghanistan
Nato-Bomben töten Familie
-
Umstrittenes Atomprogramm
Iran baut zweites AKW
-
Mehr als 30 tote Kinder
Massaker sorgt für Empörung
-
Rückbau der Atomruine dauert 30 Jahre
Abklingbecken sicher vor Beben
-
Anerkennung von Gesundheitsschäden
SED-Opfer warten jahrelang
-
Idealer SS-Mann und blonde Bestie
Aufstieg und Tod des Reinhard Heydrich
-
Deutsche Interessen vernachlässigt?
Steinbrück: Kanzlerin vereinsamt