Politik
Carsten Schneider wurde vom konservativen "Seeheimer Kreis" in der SPD als Parlamentarischer Geschäftsführer durchgesetzt.
Carsten Schneider wurde vom konservativen "Seeheimer Kreis" in der SPD als Parlamentarischer Geschäftsführer durchgesetzt.(Foto: imago/Jens Jeske)
Samstag, 30. September 2017

Selbst nach Merkel-Rücktritt: SPD schließt Schwarz-Rot kategorisch aus

Der neue Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, hat eine Große Koalition kategorisch ausgeschlossen. Selbst im Falle eines Rücktritts von Bundeskanzlerin Angela Merkel soll es demnach kein Bündnis von Union und SPD geben.

In Interview mit der "Rheinischen Post" sagte Schneider auf die Frage, ob eine Große Koalition eine Alternative zu Neuwahlen beim möglichen Scheitern von Jamaika-Sondierungen sein könne: "Falsch, es wird keine Große Koalition geben." SPD-Chef Martin Schulz habe das sehr bestimmt ausgeschlossen.

Auf die Frage, ob das auch dann gelte, wenn die Bundeskanzlerin vorher zurücktreten würde, sagte Schneider: "Auch dann nicht." Damit stellte sich der Parlamentarische Geschäftsführer gegen den früheren SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann, der eine Große Koalition bei einem Rücktritt Merkels als zumindest theoretisch denkbar bezeichnet hatte. In der ZDF-Talkshow von Markus Lanz hatte Oppermann gesagt, nach einem Rückzug von Kanzlerin Merkel gäbe es "in der Tat eine neue Situation".

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen