Samstag, 23. Februar 2008
Trotz strategischem Dilemma: SPD schöpft Hoffnung
Die hohen Stimmengewinne in Hessen machen den Sozialdemokraten Mut für die Hamburger Wahlen. Die SPD kämpft in der Hansestadt um eine Rückkehr an die Macht, in Umfragen liegt sie aber hinter der regierenden CDU. Die Sozialdemokraten hoffen auf eine rot-grüne Koalition.
Die SPD hat das Wahljahr 2008 mit neuem Programm und Profil begonnen. Als "linke Volkspartei" zielt sie auf die "solidarische Mehrheit" der Bevölkerung. Nach Ansicht der Forschungsgruppe Wahlen steht die Partei vor einem "strategischen Dilemma": Sie konkurriert im linken Lager mit den Grünen sowie der Linken und kämpft zugleich mit der CDU um die Mitte.
Ministerposten verteidigt
Nach der Bundestagswahl 2005 wurde aus der Kanzlerpartei SPD der Juniorpartner einer großen Koalition. Bei vier der acht nachfolgenden Landtagswahlen verbuchte sie zwar Stimmenverluste, musste aber nirgendwo Ministerämter abgeben. Zuletzt lag die SPD am 27. Januar in Hessen nur knapp 3600 Stimmen hinter der CDU. Das beste Ergebnis waren 45,6 Prozent in Rheinland-Pfalz, wo Kurt Beck und seine Partei seit 2006 allein regieren.
Die SPD stellt derzeit in vier weiteren Ländern den Regierungschef: In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg (SPD/CDU), in Bremen (SPD/Grüne) und in Berlin (SPD/Linke). In Sachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt ist sie der Juniorpartner in CDU-geführten Regierungen.
Der im Mai 2006 zum Vorsitzenden gewählte Beck konnte den Mitgliederschwund bisher nicht stoppen. Als er antrat, hatte die Partei 578.000 Anhänger. Jetzt hat die SPD nur noch rund 540.000 Mitglieder.
Hintergründe zur Nachricht
Politik
-
Schlag gegen Terror-Organisation
Eta-Anführer gehen ins Netz
-
Noch mehr Tote bei Massaker in Hula
UN-Sicherheitsrat verurteilt Syrien scharf
-
Parade in Moskau geplant
Polizei nimmt Homosexuelle fest
-
Entschädigung der Zwangsarbeiter
Seehofer macht Druck
-
Neue Lyrik über Griechenland
Spott ergießt sich über Grass
-
Wieder tote Zivilisten in Afghanistan
Nato-Bomben töten Familie
-
Umstrittenes Atomprogramm
Iran baut zweites AKW
-
Mehr als 30 tote Kinder
Massaker sorgt für Empörung
-
Rückbau der Atomruine dauert 30 Jahre
Abklingbecken sicher vor Beben
-
Anerkennung von Gesundheitsschäden
SED-Opfer warten jahrelang
-
Idealer SS-Mann und blonde Bestie
Aufstieg und Tod des Reinhard Heydrich
-
Deutsche Interessen vernachlässigt?
Steinbrück: Kanzlerin vereinsamt