Politik
Martin Schulz führt die SPD in die Bundestagswahl.
Martin Schulz führt die SPD in die Bundestagswahl.(Foto: dpa)
Sonntag, 29. Januar 2017

Erste Rede als designierter Kandidat: Schulz strebt mit SPD die Kanzlerschaft an

SPD-Kanzlerkandidat Schulz setzt sich und seiner Partei hohe Ziele für die Bundestagswahl im Herbst. Die Union will der Ex-Präsident des EU-Parlaments mit Gerechtigkeitsthemen knacken - und mit einer Aufbruchstimmung in den eigenen Reihen.

Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat in der ersten Rede nach seiner Nominierung den Führungsanspruch der Sozialdemokraten erhoben. Die SPD trete mit dem Anspruch an, bei der nächsten Bundestagswahl die stärkste politische Kraft zu werden, sagte Schulz. "Und ich trete mit dem Anspruch an, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland zu werden." Im Wahlkampf werde die SPD auf Gerechtigkeitsthemen setzen.

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Der SPD-Vorstand hatte Schulz zuvor einstimmig als Kanzlerkandidaten und zukünftigen Parteivorsitzenden nominiert. Ein Parteitag im März soll den früheren EU-Parlamentspräsidenten dann offiziell zum SPD-Herausforderer von Bundeskanzlerin Angela Merkel wählen.

Schulz sagte, seine Nominierung sei ein "bewegender Moment". Die Aufbruchstimmung sei greifbar, nicht nur in der SPD sondern im ganzen Land. "Wir werden die Wahlen in diesem Jahr richtig spannend machen."

Schulz dankt Gabriel

Schulz beklagte, dass ein "tiefer Riss" durch die Gesellschaft gehe. "Wir müssen diese Gräben überwinden." Dafür müssten die Sozialdemokraten signalisieren, dass sich "die hart arbeitenden Menschen auf uns verlassen können". Diese Menschen und ihre Sorgen müsse die SPD "in den Mittelpunkt unserer Politik stellen".

SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte am Dienstag eine personelle Neuaufstellung der Sozialdemokraten für das Wahljahr verkündet. Überraschend erklärte er seinen Rückzug vom Parteivorsitz sowie seinen Verzicht auf die Kanzlerkandidatur und schlug Schulz für beide Posten vor.

Der bisherige Wirtschaftsminister Gabriel rückte auf den Posten von Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der am 12. Februar zum Bundespräsidenten gewählt werden soll. Das Wirtschaftsressort wird fortan von Gabriels bisheriger Staatssekretärin Brigitte Zypries geführt.

Schulz dankte Gabriel für dessen "selbstlosen" Verzicht auf Kanzlerkandidatur und Parteivorsitz. Er habe "Bewunderung und Respekt" für die Entscheidung. Gabriel werde nun ein "herausragender Außenminister".

Quelle: n-tv.de

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