Politik
Die Aufregung um Parteichef Rösler hat sich seit dem Parteitag gelegt.
Die Aufregung um Parteichef Rösler hat sich seit dem Parteitag gelegt.(Foto: dpa)

Die FDP ist wieder da: Schwarz-gelbe Mehrheit in Sicht

Wenn schon an diesem Wochenende ein neuer Bundestag gewählt würde, hätten Union und FDP gute Chancen, bestätigt zu werden. Warum? Der neue "Stern-RTL-Wahltrend" sieht die Liberalen mit dem besten Wert seit Mai 2012 wieder im Parlament.

Die Liberalen haben offenbar den richtigen Ton getroffen. Im Wahlkampf bekennt sich die FDP zu ihren grundlegenden Meinungsverschiedenheiten mit der Union und will sich weiter klar von SPD und Grünen setzen. Die drei Jahre schwarz-gelber Koalition werden als "Erfolgsmodell für Deutschland" verkauft, das derzeit ein Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Exportwunder erlebt. Das kommt beim Wähler gut an. Laut der jüngsten Forsa-Umfrage kann die Partei ihren besten Wert seit Mai 2012 einfahren, als sie vom Wahlerfolg im Nordrhein-Westfalen profitierte.  

Brüderle: Jetzt wirkt der Kurs, den wir gemeinsam fahren.
Brüderle: Jetzt wirkt der Kurs, den wir gemeinsam fahren.(Foto: dpa)

Der "Stern-RTL-Wahltrend" ermittelt für die FDP einen Wert von 6 Prozent, was einen Zuwachs von zwei Prozentpunkten im Vergleich zur Vorwoche bedeutet. Zurückzuführen ist dieser Anstieg wohl auch auf die generell positive Berichterstattung über ihren Parteitag am zweiten März-Wochenende, bei dem Rainer Brüderle als Spitzenkandidat für den Wahlkampf aufgestellt wurde. Dieser hatte selbstbewusst davon gesprochen, dass die Union in den Jahren der Großen Koalition "ein wenig viel sozialdemokratischen Speck angesetzt" habe. Zum Glück gebe es aber die FDP, die CDU und CSU ein "marktwirtschaftliches und bürgerrechtliches Fitnessprogramm" verordnet habe.

Dieses neue Selbstbewusstsein der FDP geht möglicherweise zu Lasten der Kanzlerin. Im direkten Vergleich zu ihrem Herausforderer Peer Steinbrück (SPD) verliert Angela Merkel zwei Prozentpunkte, liegt aber mit 56 Prozent weiter ganz klar vor Steinbrück, der unverändert 20 Prozent erreicht.

Klarer Vorsprung vor Rot-Grün

Der Zwei-Prozent-Zuwachs in dieser Woche für die Liberalen geht auf Kosten der Grünen und der Linkspartei, die jeweils einen Punkt abgeben. Die Grünen stehen laut "Stern-RTL-Wahltrend" jetzt bei 15 Prozent, die Linkspartei bei 7. Die Präferenzwerte für Union und SPD haben sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert. Mit 40 Prozent liegt die Union weiterhin 16 Prozentpunkte vor der SPD mit 24 Prozent. Die Piraten bleiben bei 3 Prozent stehen.

Mit zusammen 46 Prozent liegt das schwarz-gelbe Lager jetzt sieben Prozentpunkte vor Rot-Grün, die zusammen auf 39 Prozent kommen. Eine Mehrheit für Union und FDP wäre damit im Bereich des Möglichen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen